Im Wartburgkreis tut sich was! Ab sofort steht ein neues Beratungsangebot für ältere Menschen zur Verfügung, das unter dem Namen AGATHE bekannt ist. Das Programm richtet sich an all jene, die 63 Jahre oder älter sind und möglicherweise alleine leben. Die Initiative hat ihren Ursprung in der Erkenntnis, dass immer mehr ältere Menschen in Thüringen und Deutschland einsam sind. Das Angebot ist in Bad Salzungen sowie in den Regionen Treffurt und Hainich-Werratal, konkret in Creuzburg, umgesetzt worden. Ziel ist es, Einsamkeit vorzubeugen und die soziale Teilhabe zu stärken.
Die Nutzung von AGATHE ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich – also eine ganz entspannte Sache. Es geht vor allem darum, den älteren Menschen, die oft nur sporadischen Kontakt zu anderen haben, Unterstützung im Alltag zu bieten und sie zu ermutigen, ihre Erfahrungen in die Gemeinschaft einzubringen. Die Auswahl der Standorte basiert auf Zensus-Statistiken, die zeigen, wo viele Senioren allein leben. Geplant ist, das Angebot noch in diesem Jahr auf Ruhla und Eisenach auszuweiten.
Individuelle Beratung im Fokus
Im Zentrum von AGATHE steht das persönliche Gespräch, das entweder telefonisch oder im häuslichen Umfeld stattfinden kann. Die Berater informieren über verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, Freizeit- und Begegnungsangebote sowie über Fragen zu Pflege und sozialen Leistungen. Falls nötig, erfolgt eine gezielte Vermittlung an passende Ansprechpartner oder Einrichtungen. Die Berater in Bad Salzungen, Jan Rudolph, und in Treffurt sowie Hainich-Werratal, Alexander Schmidt, stehen bereit, um Hilfe zu leisten. Für die Koordination im Wartburgkreis ist Nicole Briechle zuständig. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann Jan unter 0170 3639549 oder per E-Mail an jan.rudolph@wartburgkreis.de erreichen. Alexander ist unter 0151 61059634 oder alexander.schmidt@wartburgkreis.de zu erreichen. Nicole ist unter 03695 615115 und agathe@wartburgkreis.de erreichbar.
Insgesamt beteiligen sich fünfzehn Landkreise und kreisfreie Städte in Thüringen an diesem Programm. Es ist klar, dass AGATHE ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der sozialen Teilhabe älterer Menschen ist, die oft über 63 Jahre alt sind und alleine leben. Die Fachkräfte haben sich zum Ziel gesetzt, die Bedürfnisse dieser Gruppe in der Gesellschaft besser zu berücksichtigen. Es ist eine wichtige Initiative, die helfen kann, die Isolation zu verringern und den Lebensstandard zu verbessern.
Ein breites Unterstützungssystem
Das AGATHE-Programm ist nicht das einzige, das sich um die Belange älterer Menschen kümmert. Das ESF Plus-Programm beispielsweise richtet sich an Beschäftigte ab 60 Jahren, die vom Ausschluss vom Arbeitsmarkt bedroht sind. Es zielt darauf ab, ungewollte Vereinsamung und soziale Isolation zu bekämpfen und die finanzielle Absicherung im Alter zu stärken. Dabei gibt es Unterstützung für kommunale Teilhabestrukturen, die speziell für ältere Menschen ausgelegt sind. Die Förderung sozialer Innovationen ist ein weiterer Schwerpunkt, sodass neue Ideen und Konzepte entwickelt werden, um die Lebenssituation älterer Beschäftigter zu verbessern.
Das AGATHE-Programm, das im Jahr 2021 ins Leben gerufen wurde, erfährt durch solche Initiativen eine wertvolle Ergänzung. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft zunehmend die Herausforderungen erkennt, vor denen ältere Menschen stehen, und aktiv daran arbeitet, diese zu mildern. Die Kontaktaufnahme zu den AGATHE-Beratern könnte für viele eine erste wertvolle Unterstützung darstellen, um nicht mehr allein zu sein.