Im Wartburgkreis tut sich was! Der Bau eines Rad- und Gehweges zwischen Sünna und Räsa (Unterbreizbach) ist in greifbare Nähe gerückt. Diesen Sommer, genauer gesagt 2028, soll es nun endlich losgehen. Dank einer neuen Vereinbarung mit dem Land wird das Verfahren zur Realisierung des Vorhabens erheblich vereinfacht. Das ist besonders erfreulich, denn die Menschen vor Ort, sowohl die Gemeinde Unterbreizbach als auch die Anwohner, erachten dieses Projekt als wichtig für die Region. Man könnte fast sagen, die Vorfreude ist greifbar – immerhin laufen die Bemühungen um den Bau bereits seit mehr als 15 Jahren!
Die aktuellen Bauarbeiten am neuen Radweg in Sünna zwischen Breiten Rasen und dem ehemaligen Bahnhof nehmen Formen an. Die Böschungssicherung, die aus Natursteinblöcken besteht, ist bereits weitgehend abgeschlossen. Auch die Borde und Abwasserrinnen wurden gesetzt, was den Trassenverlauf erkennbar macht. Das ist ein echter Fortschritt! Die Asphaltierung des ersten Bauabschnitts – vom Breiten Rasen bis zum Abzweig des Gewerbegebiets – ist für den 14. und 15. August 2025 geplant. Den zweiten Abschnitt, der bis zum Bahnhof führt, wollen die Verantwortlichen im September 2025 fertigstellen.
Verbesserungen für die Sicherheit
Ein weiteres Highlight – die Werraenergie GmbH hat die bestehende Versorgungsgasleitung von einem Privatgrundstück in den Bereich des neuen Radwegs verlegt. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber es verbessert die Wasserführung durch das Setzen von Bordsteinen an der Einmündung Breiter Rasen. Zuvor lief das Oberflächenwasser in private Grundstückszufahrten, was natürlich nicht optimal war. Um die Sicherheit und die Nutzungsqualität des neuen Weges zu erhöhen, wird der Abschnitt bis zur Einmündung in das Gewerbegebiet auch mit Straßenbeleuchtung ausgestattet. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!
Die Einweihung des neuen Rad- und Gehweges ist für Oktober 2026 vorgesehen. Ein Ereignis, auf das viele gespannt warten. Der Weg wird nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Fußgänger eine willkommene Verbesserung der Infrastruktur darstellen. Ein lückenloses Radverkehrsnetz ist nicht nur eine Bereicherung für die Mobilität, sondern trägt auch zur nachhaltigen Mobilitätswende bei. Und genau hier wird es spannend: Oft dauern Verwaltungs-, Planungs- und Abstimmungsprozesse für Radverkehrsanlagen viele Jahre, was an verschiedenen Faktoren liegen kann, wie Personalmangel oder rechtlichen Abstimmungen. Das Projekt AcceleRAD setzt genau hier an.
AcceleRAD – Die Zukunft der Radverkehrsinfrastruktur
Das Programm unterstützt Kommunen bei der schnelleren Umsetzung von Radverkehrskonzepten und hat das Ziel, interne Kommunikations-, Entscheidungs- und Umsetzungswege zu beleuchten und zu optimieren. Dabei wird auf die Erkenntnisse aus dem geförderten Projekt „Radverkehrsförderung beschleunigen – Planungsprozesse optimieren“ zurückgegriffen. Fachleute aus verschiedenen Kommunen haben in Workshops Maßnahmen zur Effizienzsteigerung entwickelt. Und das ist auch für Unterbreizbach von Bedeutung, denn die Verbesserung der Radinfrastruktur ist wichtig für die gesamte Region.
Die Herausforderungen sind groß, aber die Entschlossenheit, die Radwege in Deutschland zu optimieren, ist es auch. Das Projekt AcceleRAD, das in mehreren Modellkommunen erprobt wurde, bietet wertvolle Impulse für die Zukunft. Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Prozess weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen er auf die weitere Planung von Radwegen in der Umgebung haben wird.
