Heute ist der 3.06.2026 und in Weimar gibt es spannende Neuigkeiten zu vermelden. Am 28. Mai 2026 fand eine TÜV-Kontrolle der Spielplätze in der Stadt statt. Insgesamt wurden 25 Spielplätze auf Herz und Nieren geprüft und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle Geräte befinden sich in sehr gutem Zustand! Kleinere Mängel, wie das Nachziehen von Schrauben, Flickarbeiten an Netzen und der Austausch von Balken, wurden festgestellt. Doch das ist nicht weiter wild, denn das TÜV-Siegel wurde für ein weiteres Jahr vergeben.

Verantwortlich für die Sicherheit der Spielgeräte sind Katja Scholz und Christoph Maiwald. Die Spielplätze werden vierteljährlich kontrolliert, während die Hausmeister wöchentlich einen Blick darauf werfen. Besonders Augenmerk legen die Prüfer auf Verschleißteile wie Haken, Ösen, Ketten, Haltegriffe und Leitern. Kleinere Reparaturen werden sofort vor Ort erledigt. Dennoch gibt es Herausforderungen: Vandalismus und Müll sind Probleme, die vor allem nach den Wochenenden in den Vordergrund treten. Christoph Schroth, der Hausmeister an der Gemeinschaftsschule Carl Zeiss, berichtet von regelmäßigem Müllsammeln, um die Spielplätze sauber zu halten.

Die Nutzung der Spielplätze

Komischerweise ist die Nutzung dieser Spielplätze eher gering. Fachleute sind mit dem Zustand der Anlagen zufrieden, bemerken jedoch, dass nur wenige Kinder die Plätze nutzen. Vielleicht liegt es daran, dass immer mehr Indoor-Spielplätze in Thüringen eröffnet werden? Neu sind der Gaudipark in Hermsdorf und der Fritzpark in Zella-Mehlis, die sicherlich einige Kinder anziehen. In Meiningen wird zudem heftig über den Aus- und Neubau von Spielplätzen diskutiert. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen zur Finanzierung und sogar Sorgen um mögliche Überflutungen. Man fragt sich: Was ist wichtiger, ein neuer Spielplatz oder die Sicherheit der bestehenden Anlagen?

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass Betreiber von Spielplätzen die Stoßdämpfung von Spielplatzböden und die kritische Fallhöhe gemäß der Norm DIN EN 1177 bestimmen müssen. Diese kritische Fallhöhe ist die maximale Höhe, bis zu der der Spielplatzboden ausreichend Stoßdämpfung bietet. Nicht selten liegt diese Höhe bereits bei 0,60 m, abhängig vom Bodenmaterial. Die Betreiber setzen neben Fallschutzplatten auch auf lose Materialien wie Sand, Kies oder Holz- bzw. Hackschnitzel, wobei für diese Materialien andere Anforderungen an das Prüfverfahren gelten. TÜV NORD bietet Unterstützung bei der Prüfung von Spielplätzen nach dieser Norm – ein wertvoller Service für alle Betreiber.

Insgesamt zeigt sich, dass die Spielplätze in Weimar auf einem guten Weg sind, auch wenn noch einige Herausforderungen bestehen. Die Sicherheit der Kleinsten hat oberste Priorität. Vielleicht werden die Kinder bald wieder mehr Zeit auf den Spielplätzen verbringen – die ersten Sonnenstrahlen des Jahres stehen ja schon vor der Tür!

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