Heute ist der 2.07.2026 und in Gera-Debschwitz tut sich endlich was! Das altehrwürdige Bauhaus-Denkmal „Golde-Bau“, das 1920 fertiggestellt wurde und als einer der ersten Eisenbeton-Industriebauten in Thüringen gilt, wird nach 14 Jahren Leerstand wieder genutzt. Ein echter Lichtblick für die Region! Der erste Mieter, eine onkologische Gemeinschaftspraxis, hat ihre Türen eröffnet. Hier können sich die Tumorpatienten, die jährlich etwa 3.000 in dieser Praxis betreut werden, auf mehr Platz freuen. Die neue Praxis bietet stolze 700 Quadratmeter Fläche – das sind immerhin 150 Quadratmeter mehr als zuvor!

Mit fünf Ärzten und 15 Mitarbeitenden ist das Team gut aufgestellt. Die Praxis selbst hat sich auch ordentlich herausgeputzt: Ebenerdige Räume, Barrierefreiheit und sogar Parkplätze stehen zur Verfügung. Eine Straßenbahnhaltestelle direkt vor dem Gebäude macht die Anreise für die Patienten noch einfacher. Die Ansiedlung wurde durch einen Hinweis des Ortsteilbürgermeisters Andreas Kinder möglich gemacht. Und das ist erst der Anfang: Weitere Mieter sind schon in Sicht, darunter eine Apotheke, die Ende Juli einziehen will, sowie eine allgemeinmedizinische Einrichtung, die später folgen wird.

Umbau und zukünftige Pläne

Doch das ist nicht alles! Im Obergeschoss des „Golde-Bau“ laufen derzeit Umbauarbeiten für 63 neue Wohnungen. Die geplanten 1-2 Raumwohnungen sind zwischen 35 und 50 Quadratmetern groß, und man strebt an, die Mieten unter zehn Euro pro Quadratmeter zu halten. Damit wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch das Interesse an Pflegeanbietern für geplante Wohngemeinschaften geweckt. Im hinteren Bereich des Gebäudes soll außerdem die Lebensmittelversorgung wiederbelebt werden – hier sind ein Drogeriemarkt und ein Discounter in Planung.

Doch Gera hat noch mehr zu bieten! Die Stadt ist reich an Kulturdenkmälern, die den Charme der Region ausmachen. Unter anderem gibt es die beeindruckende Brücke Großaga über den Agabach und das Gefallenendenkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Auch die evangelische Dorfkirche St. Bartholomäus und die alte Schule in Großaga sind einen Besuch wert. Die Stadt hat sich also viel vorgenommen, um den historischen Charme mit modernen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Der „Golde-Bau“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für diesen Wandel – vom Leerstand hin zur lebendigen Nutzung. Die Verbindung von Geschichte und Zukunft ist hier in Gera besonders spürbar. Man darf gespannt sein, welche weiteren Entwicklungen die Stadt noch bereithält und wie das „Golde-Bau“ zur neuen Mitte des Stadtteils werden wird. Der Weg ist geebnet, die ersten Schritte sind gemacht! Und so bleibt zu hoffen, dass Gera auch weiterhin mit solchen Projekten aufwartet, die nicht nur die Lebensqualität, sondern auch das Stadtbild bereichern.

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