Heute ist der 30.04.2026 und im Stadtteil Burglesum in Bremen fand die Übung „Starke Pumpen 2026“ statt. Etwa 80 ehrenamtliche Kräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) nahmen an dieser realitätsnahen Übung teil, die im Werderland durchgeführt wurde. Die Übung stellte ein komplexes Szenario dar: Eine brennende Scheune, vermisste Kinder und ein übergreifendes Feuer, das durch die Trümmer einer kollabierten Windkraftanlage ausgelöst wurde, die brennende Teile in nahegelegene Büsche entzündete.
Die Einsatzkräfte wurden mit der Herausforderung konfrontiert, ein Atemschutztrupp suchte nach den vermissten Kindern in der Scheune. Um der Lage Herr zu werden, wurden weitere Wehren nachalarmiert. Die Situation war angespannt, da der hohe Löschwasserbedarf das Hydrantennetz überlastete. Daher wurde Wasser aus dem Hafen der Außenstelle Mittelsbüren gepumpt, um die Flammen zu bekämpfen. Zwei Pumpengruppen des THW Bremen-Nord und Bremen-Ost sowie die Freiwilligen Feuerwehren Schönebeck und Lehesterdeich waren an dem Einsatz beteiligt.
Effiziente Wasserförderung
Um den Wasserbedarf zu decken, setzten die Einsatzkräfte elektrische Tauchpumpen ein, die unabhängig von den Gezeiten Wasser entnehmen konnten. Das Wasser wurde über 400 Meter in ein 10.000-Liter-Becken transportiert und anschließend weitere 1700 Meter zu den Brandstellen gepumpt. Mehrere Löschfahrzeuge, Wasserwerfer aus Lehesterdeich und eine Hochleistungspumpe der Feuerwehr Altenesch kamen zum Einsatz. Die Stromversorgung für die Tauchpumpen wurde durch die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung des THW Bremen-Nord sichergestellt.
Das Einsatzgebiet erstreckte sich über drei Kilometer und war unübersichtlich, was die Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen erschwerte. Der Kontakt erfolgte über Digitalfunk, wobei teilweise eingeschränkter Funkkontakt herrschte. Trotz dieser Herausforderungen bewerten Feuerwehr und THW das Zusammenspiel als gut, sehen jedoch Optimierungspotenzial in einigen Bereichen.
Training und Einsatzbereitschaft
Die Übung in Burglesum ist ein Beispiel für die essentielle Vorbereitung der Ehrenamtlichen auf unvorhersehbare und planbare Unglücke und Katastrophen. Laut dem THW müssen die Einsatzkräfte gut ausgebildet und bereit sein, um im Ernstfall effektiv handeln zu können. In Deutschland trainieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in hunderttausenden Übungsstunden pro Jahr. Diese Trainings umfassen realitätsnahe Szenarien für verschiedene Einsatzfälle, darunter Unwetter, Brände, Erdbeben und viele andere Notfälle.
Jeder Handgriff muss im Einsatzfall sitzen. In Zusammenarbeit mit anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen üben die THW-Ortsverbände regelmäßig, um sich gewissenhaft auf alle möglichen Gegebenheiten vorzubereiten. Die Übung „Starke Pumpen 2026“ hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig solche Trainings für die Sicherheit der Bevölkerung sind und dass jede Übung eine wertvolle Gelegenheit bietet, die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte zu erhöhen.
Weitere Informationen zu dieser Übung können unter Weser-Kurier nachgelesen werden. Auch das THW bietet auf ihrer Website umfassende Informationen über ihre Einsätze und Trainings an, die unter THW verfügbar sind.