In den letzten Wochen hat der Jugendclub Ups in Marßel für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Ab 2027 soll dieser wichtige Treffpunkt für Jugendliche in Burglesum keine institutionelle Förderung mehr erhalten. Das lässt nicht nur die Verantwortlichen im Beirat Burglesum aufhorchen, sondern auch viele lokale Akteure sind alarmiert. Der Grund für diese Entscheidung? Ein neues Konzept der Sozialbehörde, das Mindeststandards für Jugendeinrichtungen einführt. Das Ups erfüllt voraussichtlich nicht diese Kriterien, was einen Stellenabbau zur Folge haben könnte. Für viele Jugendliche, die auf den Club angewiesen sind, wäre das ein herber Schlag.

Der Beirat hat sich bereits deutlich gegen die Pläne ausgesprochen. Es wird parteiübergreifend gefordert, die Förderung für das Ups zu erhöhen und mindestens zwei Stellen zu sichern. Schließlich deckt die institutionelle Förderung die Personal- und Betriebskosten, ohne die das Angebot nicht aufrechterhalten werden kann. Besonders in Marßel, wo die Armutsquote die höchste in Burglesum ist und viele Bewohner einen Migrationshintergrund haben, ist der Förderbedarf enorm. Quartiersmanager und Schulleiterin haben in der letzten Sitzung klar gemacht, dass sie den Vorschlag der Sozialbehörde ablehnen. Ein neues Konzept für die offene Kinder- und Jugendarbeit, das Mindeststandards für Ausstattung, Angebote und Öffnungszeiten festlegt, könnte das Ende für das Ups bedeuten.

Funkelnde Möglichkeiten im Ups

Der Jugendclub Ups ist nicht nur ein Ort, sondern ein ganz besonderes Zuhause für viele. Mit Angeboten wie einem Graffiti-Raum, Billard, Darts und einem Gaming-Raum, der mit einer Playstation 5 auf Leinwand und einer Nintendo Switch ausgestattet ist, zieht er Jugendliche aus verschiedenen Kulturen und Hintergründen an. Hier kann man nicht nur zocken, sondern auch einfach chillen und neue Freundschaften schließen. Es gibt sogar einen Outdoor-Bereich, wo Fußball, Basketball und Badminton gespielt werden können – klingt nach einer Menge Spaß, oder? Besonders beliebt sind die Kino-Abende und die Fußballübertragungen im Gaming-Raum. Ein echtes Highlight für alle Sportfans!

Die Küche des Ups ist ein weiteres Herzstück. Hier werden (fast) täglich kulinarische Leckerbissen zubereitet. Mittwochs gibt es einen besonderen Koch-Tag, der viele Jugendliche anlockt. Die Möglichkeit, gemeinsam zu kochen und zu essen, fördert das Gemeinschaftsgefühl und bietet ein offenes Ohr für persönliche Probleme. Diese Art von sozialer Arbeit kann nicht durch Projektförderungen ersetzt werden, wie die Schulleiterin betont. Sie äußert Bedenken, dass solche temporären Angebote nicht die gleiche Verlässlichkeit bieten können wie die langfristige Sozialarbeit, die im Ups geleistet wird.

Der Druck wächst

Die geplante Mittelvergabe wird zentral im Amt für Soziale Dienste entschieden. Burglesum soll 2027 mit rund 630.000 Euro auskommen, dabei liegt der tatsächliche Bedarf jedoch 84.000 Euro darüber. Die Verteilung der Stellen zeigt ein ungleiche Verteilung: Während das Freizeitheim Burglesum und Fockengrund Stellen erhalten, könnte das Ups leer ausgehen. Die Zusage für Projektförderungen könnte zwar dazu beitragen, die Angebote des Ups fortzuführen, schafft aber Unsicherheit. Die Verantwortung für eine nachhaltige Beziehungsarbeit liegt letztendlich im Ermessen der Politik und der Sozialbehörde.

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Der 17. Kinder- und Jugendbericht, der am 18. September 2024 vorgelegt wurde, verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen junge Menschen heute konfrontiert sind. In einer Zeit, in der Unsicherheit und Diversität zunehmen, ist das Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit von größter Bedeutung. Die Kernbotschaft ist klar: Zuversicht braucht Vertrauen. Für die Jugendlichen in Marßel könnte das bedeuten, dass sie auf die Unterstützung von Einrichtungen wie dem Ups angewiesen sind. Es ist entscheidend, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, die es diesen Einrichtungen ermöglichen, weiterhin ihre wertvolle Arbeit zu leisten.