Eine Frau, die sich illegal auf einem Flug von New York nach Paris ohne Ticket oder Reisepass eingeschlichen hatte, bleibt in Haft, da gegen sie neue Anklagen wegen Sicherheitsverletzungen an einem Flughafen in Connecticut erhoben wurden. Svetlana Dali wurde am Donnerstag zu einer Haftstrafe verurteilt, die sie bereits abgesessen hat, aufgrund ihres illegalen Fluges nach Paris im vergangenen Jahr.

Extradition und neue Anklagen

Ein Bundesrichter in Brooklyn entschied, dass Dali nicht freigelassen wird, da die Behörden in Connecticut ihre Auslieferung beantragt haben. Sollte sie für schuldig befunden werden, drohen ihr bis zu fünf Jahre Gefängnis. Die 57-Jährige, die ursprünglich aus Russland stammt und im Besitz einer Green Card ist, befindet sich seit etwa sieben Monaten in einem Bundesgefängnis in Brooklyn.

Aktiver Haftbefehl und Sicherheitsbedenken

Die Polizei des Bundesstaates Connecticut bestätigte nach der Anhörung, dass ein aktiver Haftbefehl gegen Dali vorliegt, gab jedoch in einer E-Mail bekannt, dass die Veröffentlichung weiterer Informationen davon abhängt, ob eine Festnahme in Connecticut erfolgen kann.

Vorwürfe und medizinische Bedenken

Während ihrer Anhörung sprach Dali mehr als eine halbe Stunde lang und wiederholte detailliert, dass sie glaubt, von unbekannten Personen vergiftet zu werden. Sie appellierte an den Richter, medizinische Tests anzuordnen, um ihre Ängste zu bekräftigen, und erklärte, dass diese Bedenken sie dazu veranlasst hätten, das Land illegal zu verlassen, indem sie den Flug nach Paris bestieg.

Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen

Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Dali am 24. November 2024 in der Lage war, die Sicherheitskontrollen des Bradley International Airport in der Nähe von Hartford, Connecticut, zu passieren, indem sie sich unter die anderen Passagiere mischte. Obwohl sie zunächst nicht in der Lage war, ein Flugzeug zu besteigen, gelingt es ihr zwei Tage später, die Sicherheitskontrollen am John F. Kennedy International Airport in New York zu umgehen und einen Flug nach Charles de Gaulle in Paris zu besteigen.

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Manipulation der Sicherheitskontrollen

Laut den Anklägern wurde Dali zunächst von einem Beamten der Transportation Security Administration abgewiesen, als sie kein Ticket vorweisen konnte. Jedoch konnte sie durch eine spezielle Sicherheitslane für Fluggesellschaftsmitarbeiter gelangen, indem sie sich einer großen Besatzung von Air Europa anschloss, die kontrolliert wurde. Am Gate für den Paris-Flug zeigen Überwachungsvideos, wie Dali unbemerkt an den Ticketkontrollen des Delta Air Lines Personals vorbeischlüpft, indem sie sich erneut in eine große Gruppe von Passagieren eingliederte.

Versteckspiel an Bord

Im Flugzeug soll Dali sich mehrere Stunden in einer Bordtoilette versteckt haben und wurde erst entdeckt, als das Flugzeug sich Paris näherte. Während ihres Prozesses trat Dali in ihrer Verteidigung vor und behauptete, am JFK-Gate niemals nach ihrem Ticket gefragt worden zu sein und in die Toilette gegangen zu sein, weil sie sich unwohl fühlte.

Vorherige Festnahme und weitere Vorwürfe

Zunächst wurde Dali nach ihrer Festnahme wieder freigelassen, jedoch später in Buffalo, New York, erneut apprehendiert, nachdem festgestellt wurde, dass sie ihren elektronischen Monitor abgetrennt hatte und versuchte, nach Kanada zu reisen. Zudem wurde bekannt, dass sie auch anscheinend illegal am Miami International Airport eingereist war. Im Februar 2024 entdeckten Beamte des U.S. Customs and Border Protection sie versteckt in einer Toilette in einem gesicherten Bereich der internationalen Ankunftszone.