In der heutigen Zeit, in der die Finanzmärkte von Krisen und Unsicherheiten geprägt sind, ist es für Anleger wichtiger denn je, gelassen zu bleiben. Mark Tüngler, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, hebt hervor, dass Anleger sich nicht von der Hektik der Börse und den schnellen Nachrichten beeindrucken lassen sollten. Historisch gesehen haben sich Aktienmärkte nach Krisen stets erholt, was eine gewisse Zuversicht vermittelt. Für DAX-Anleger bedeutet dies, dass sie über mehrere Jahre jährliche Zugewinne zwischen 7 und 9 Prozent erwarten können. Tüngler rät jedoch, sich Gedanken über die eigene Anlagestrategie zu machen, da die Rente nicht sicher ist. Langfristige Anlagestrategien sind entscheidend, und die Qualität des Depots spielt eine wesentliche Rolle.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Anleger nicht alles auf einmal investieren sollten. Chris-Oliver Schickentanz von Capitell empfiehlt, über einen längeren Zeitraum verteilt zu investieren, um von den Schwächephasen der Märkte zu profitieren. Fondssparpläne sind hierbei eine geeignete Methode für die private Vorsorge. Diese Strategie erlaubt es, monatlich kleinere Beträge in Aktien zu investieren, was auf lange Sicht das Renditepotenzial der Aktienmärkte ausschöpfen kann. Andreas Hackethal, Professor für Finanzen an der Goethe-Universität Frankfurt, sieht jeden Zeitpunkt als gleich gut zum Investieren an der Börse an und stellt fest, dass Anleger trotz Krisen mit Aktieninvestments deutlich mehr Rendite erwarten können als mit Tagesgeld.

Langfristige Planung ist das A und O

Die Renditeerwartungen für Aktien liegen laut Analysen von Finanztip zwischen 4% und 8%, wobei der Mittelwert bei 6% liegt. Diese Annahmen basieren auf historischen Daten der Aktienindizes MSCI World und S&P 500. Interessant ist, dass die historische Aktienrendite in schlechten Phasen bei etwa 5% liegt, in normalen Phasen bei 7% und in guten Phasen bei 9%. Aufgrund überdurchschnittlicher Renditen in den letzten Jahren wird jedoch vorsichtig mit einer um 1% reduzierten zukünftigen Rendite kalkuliert.

Für Anleger, die eine langfristige Strategie verfolgen, ist es ratsam, eine einmalige Anlage von beispielsweise 4.800 Euro zu Jahresanfang zu tätigen, was einer monatlichen Sparrate von 400 Euro entspricht. Dabei sollte die Anlagesumme jährlich um 2% erhöht werden. Gleichzeitig sollten Anleger die Entnahmequote in der Auszahlungsphase vorsichtig kalkulieren, um ein vorzeitiges Aufbrauchen des Geldes zu vermeiden. Die Lebenserwartung spielt hier ebenfalls eine Rolle; für Männer liegt sie bei 98 Jahren und für Frauen bei 100 Jahren, basierend auf den Kohortensterbetafeln des Statistischen Bundesamtes.

Fazit: Gelassenheit und Weitsicht

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Finanzmärkte in Krisenzeiten zwar hektisch erscheinen, aber Anleger sollten sich nicht von dieser Hektik mitreißen lassen. Langfristige Anlagestrategien, regelmäßige Investitionen und eine durchdachte Vermögensplanung sind entscheidend, um von den Vorteilen der Märkte zu profitieren. Die Empfehlungen von Experten wie Tüngler, Schickentanz und Hackethal geben Anlegern wertvolle Hinweise, um auch in unsicheren Zeiten erfolgreich zu investieren. Wer frühzeitig und langfristig mit dem Sparen für das Alter beginnt, hat die besten Chancen, auch bei widrigen Marktbedingungen finanziell gut aufgestellt zu sein.

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Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständigen Artikel auf Tagesschau, WDR und Finanztip nachlesen.