Heute, am 28. Juni 2026, versammeln sich Literaturbegeisterte in Klagenfurt zur feierlichen Eröffnung der 50. Ausgabe des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. Ein ganz besonderes Event, nicht nur weil es das Jubiläum ist, sondern auch, weil wir hier 14 talentierte Schreibtalente erleben dürfen, die ihre kreativen Werke im Live-Fernsehen präsentieren. Derya Uzun, eine 27-jährige Nachwuchsautorin, hat die Ehre, Teil dieser illustren Runde zu sein. Sie arbeitet gerade an ihrem ersten Roman und hat bislang noch nichts veröffentlicht. Doch das hinderte sie nicht daran, sich für den Wettbewerb zu bewerben. Dank eines Literaturagenten konnte sie eine Empfehlung von einem Verlag erhalten, die ihr den Weg zum Wettbewerb ebnete. Das ist schon ein großer Schritt!

Der Wettbewerb, der einen Zeitraum von drei Tagen umfasst, beginnt heute und endet mit der Preisverleihung am Sonntag. Hier wird nicht nur der Hauptpreis von 30.000 Euro vergeben, sondern auch viele weitere Auszeichnungen. Uzun selbst hat sich vorgenommen, nicht über den Gewinn nachzudenken, sondern vielmehr die Gelegenheit zu nutzen, um Verlage und Leser auf sich aufmerksam zu machen. „Es kommt auf den Text an“, sagt sie, und das wirkt, als wäre es ihr eine Herzensangelegenheit.

Eine bedeutende Eröffnungsrede

Eine der interessantesten Persönlichkeiten bei diesem Wettbewerb ist ohne Zweifel Helga Schubert. Die 86-jährige ehemalige Jurorin und Preisträgerin des Bachmann-Preises wird in diesem Jahr die Eröffnungsrede halten – mit dem Titel „Und führe uns nicht in Versuchung“. Schubert hat eine bewegte Geschichte mit diesem Wettbewerb: Sie wurde 1980 eingeladen, konnte jedoch aufgrund fehlender Ausreisegenehmigung aus der DDR nicht teilnehmen. Diese Erfahrung hat ihre Meinung über das Regime nur verstärkt. Von 1987 bis 1990 war sie als Jurymitglied aktiv und hat 2020 selbst den Bachmann-Preis für ihren autobiografischen Text „Vom Aufstehen“ gewonnen. Ihre Tipps für die Teilnehmer? „Gute Sachen schreiben“ und sich der Literatur sowie der deutschen Sprache widmen.

Bei der diesjährigen Veranstaltung sind unter den 14 teilnehmenden Talenten auch einige aus Deutschland, wie Fiona Sironic, Jovana Reisinger und Caroline Rosales. Aus Österreich ist die Dramatikerin Magdalena Schrefel mit von der Partie, und Seraina Kobler reist aus der Schweiz an. Ein vielfältiges und spannendes Aufgebot! Vor einem Jahr durfte Natascha Gangl den Ingeborg-Bachmann-Preis mit nach Hause nehmen. Der Wettbewerb ist also nicht nur eine Plattform für neue Stimmen, sondern auch ein Schaufenster für die Literatur aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Ein Blick in die Geschichte

Der Ingeborg-Bachmann-Preis hat seine Wurzeln in den 1970er Jahren, als Humbert Fink und Ernst Willner beschlossen, einen Literaturwettbewerb in Klagenfurt ins Leben zu rufen. Inspiriert von der Gruppe 47, nahm das Ganze 1977 Fahrt auf und entwickelte sich schnell zu einem der bedeutendsten Literaturereignisse im deutschsprachigen Raum. Marcel Reich-Ranicki, eine literarische Größe, war einer der ersten Jurymitglieder. In den letzten Jahren hat der Wettbewerb einige Veränderungen durchlebt, darunter die digitale Ausgabe während der Pandemie, die für alle Beteiligten eine Herausforderung war. Aber es zeigt sich, dass die Liebe zur Literatur auch in schwierigen Zeiten bleibt!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Und jetzt, während sich die Lichter in Klagenfurt dimmen, versammeln sich die Zuschauer vor den Bildschirmen, um die ersten Texte der talentierten Autoren zu genießen. Die Spannung ist greifbar – wer wird die Jury überzeugen? Und wer wird letztendlich als Sieger hervorgehen? Die Antworten werden wir in den kommenden Tagen erfahren. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichten, die erzählt werden, die Herzen berühren und vielleicht auch ein Stück Geschichte schreiben.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden - von Daniel Wom und VeloCore realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.