In Eidenberg ist ein ganz besonderer Mensch von uns gegangen. Alois Hauzenberger, 64 Jahre alt, hat seine letzte Reise angetreten. Sein Leben war geprägt von einer unglaublichen Stärke und einem feinen Humor, die ihn zu einer beliebten Figur in der Gemeinde machten. Angefangen hat alles in Eidenberg, wo er geboren wurde und auch lebte. Er war ein fester Bestandteil des Gemeinderates, von 2003 bis 2015 für die SPÖ tätig und immer auf der Suche nach den besten Lösungen. Alois hatte keinen leichten Weg, denn seit seinem 15. Lebensjahr litt er an Diabetes, was ihn jedoch nie davon abhielt, aktiv am Leben teilzunehmen.

Besonders bemerkenswert war sein Engagement für die Feuerwehr. Bürgermeister Adi Hinterhölzl überredete ihn 2003, die Position des Feuerwehr-Kommandanten zu übernehmen. Trotz gesundheitlicher Bedenken nahm er die Herausforderung an und stellte sich mit vollem Elan. Alois war nicht nur Feuerwehrmann, sondern auch ein sozial engagierter Mensch. 2002 reiste er mit Freunden nach Kambodscha und setzte sich für die Opfer von Landminen ein, indem er Geld spendete. Diese soziale Ader, gepaart mit seinem Humor, machte ihn zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit.

Ein Leben voller Engagement

Nach seiner Lehre als Installateur begann Alois 1982 seine Laufbahn beim Magistrat Linz und arbeitete dort bis zu seiner Pensionierung. Auch nach seinem Abschied von der aktiven Berufstätigkeit blieb er der Gemeinde treu. Er organisierte den Urfahraner Jahrmarkt und half bis zuletzt beim Aufbau dieser beliebten Veranstaltung. Seine Leidenschaft und sein unermüdlicher Einsatz waren für viele ein Vorbild.

Trotz seiner gesundheitlichen Herausforderungen, die ihn nie ganz losließen, lebte Alois sein Leben intensiv. Seine Krebserkrankung nannte er „Hugo“, und es war beeindruckend, wie er mit dieser Herausforderung umging. Er hinterlässt nicht nur seinen Bruder Franz, eine Schwägerin und vier Nichten, sondern auch viele Freunde, die ihn sehr geschätzt haben.

Ehrenamt und sein Wert in der Gesellschaft

Alois Hauzenberger war ein Paradebeispiel für das Ehrenamt. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft, doch sie sehen sich auch Herausforderungen gegenüber. Die Motivationslagen der Freiwilligen sind oft individuell und können nicht an spezifische Organisationen gebunden werden. Diese Individualisierung, gepaart mit der Digitalisierung, ermöglicht es, Engagement außerhalb traditioneller Strukturen zu fördern. Es ist wichtig, dass Organisationen über ihre eigenen Grenzen hinausdenken, um neue Zielgruppen anzusprechen und zu gewinnen.

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Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zeigt, dass die Professionalisierung ehrenamtlichen Engagements durch finanzielle Mittel und die Schaffung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen gefördert werden kann. Doch auch die Bürokratisierung kann abschreckend wirken. In Krisensituationen, wie während der COVID-19-Pandemie, wird die Bedeutung des Ehrenamtes besonders deutlich. Alois‘ Einsatz für die Feuerwehr und sein Engagement in der Gemeinde waren genau solche Lichtblicke, die in schwierigen Zeiten Hoffnung und Unterstützung boten.

Sein Lebenswerk wird in Eidenberg und darüber hinaus in Erinnerung bleiben. Alois Hauzenberger war mehr als nur ein Gemeinderat oder Feuerwehr-Kommandant; er war ein Mensch mit Herz, der sich für andere eingesetzt hat. Sein Humor und seine soziale Ader werden vielen fehlen. Ein ganz besonderer Mensch hat uns verlassen.

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