Die Magie der Liebe: „Der Zarewitsch“ erobert Blindenmarkt
Heute ist der 2.10.2026 und die Vorfreude auf die Premiere von Franz Lehárs „Der Zarewitsch“ in Blindenmarkt ist greifbar. Michael Garschall, der seit Jahrzehnten die Herbsttage Blindenmarkt leitet, hat sich mit seinem Team ins Zeug gelegt, um das Publikum mit dieser tragischen Liebesgeschichte zu berühren. Nach einer erfolgreichen Generalprobe, die mit zehn Minuten Jubel endete, ist die Nervosität in der Luft spürbar. Aber Garschall betrachtet diese Anspannung als etwas Positives – schließlich ist es das erste Mal, dass dieses Stück auf dem Programm steht und er wollte es schon lange nach Blindenmarkt holen.
Der „Zarewitsch“ erzählt eine Geschichte, die nicht nur in der Vergangenheit angesiedelt ist, sondern auch Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigt. Garschall sieht die Herausforderungen der Liebe, die vor einem komplizierten politischen Hintergrund scheitert, als sehr aktuell an. In einer Zeit, in der autoritäre Strukturen wieder auf dem Vormarsch sind, hebt er die Bedeutung hervor, das Individuum zu stärken. Besonders junge Menschen sollen ermutigt werden, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. „Kultur kann eine Gesellschaft zusammenhalten“, glaubt Garschall, und er möchte, dass alle Generationen bei der Produktion vertreten sind.
Vielfältiges Programm und Nachwuchsarbeit
Die Herbsttage Blindenmarkt feiern in diesem Jahr ihre 37. Auflage und bieten vom 2. bis 26. Oktober 2026 ein buntes Programm. Neben der Premiere des „Zarewitsch“ wird es auch eine Matinee mit „Robert Kolar & Divinerinnen“ am 18. Oktober geben, die unter dem Motto „Göttliche Wiener Musik“ steht. Am letzten Oktoberwochenende sind die „Konzert für alle“ in der siebenten Auflage und verschiedene Musical-Workshops für Kinder auf der Agenda. Sogar die Mini-Herbsttage für Kinder ab fünf Jahren und ihre Familien versprechen ein tolles Erlebnis – Kultur für die Kleinsten ist also auch ein großes Anliegen.
Für Garschall ist die Nachwuchsarbeit essenziell. Er möchte, dass die Menschen die Möglichkeit haben, Kultur zu erleben, so wie er selbst früh mit ihr in Berührung kam. Es ist ihm wichtig, dass die Kultur für alle zugänglich ist. An der Premiere wird er allerdings nicht im Publikum sitzen, sondern hinter der Bühne aktiv sein. Die gemeinsame Arbeit und das Engagement des Teams in Blindenmarkt sind ihm eine Herzensangelegenheit.
Ein Blick in die Zukunft
Der Kartenvorverkauf für die Herbsttage startet bereits am 10. April 2026 um 10.00 Uhr. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Region Blindenmarkt kulturell zu bereichern. Garschall hat seinen Job in Klosterneuburg aufgegeben, um hier etwas Schönes zu schaffen – und das merkt man der Atmosphäre an. Die Vorfreude auf die Aufführungen, die Menschen, die zusammenkommen, um diese Kunst zu erleben, ist einfach unbeschreiblich. „Operette kann alle Menschen erreichen“ ist nicht nur ein Satz, es ist eine Überzeugung, die Garschall mit voller Kraft lebt.
So wird die Premiere von „Der Zarewitsch“ nicht nur ein kulturelles Highlight für Blindenmarkt, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig gemeinsame Erlebnisse in der heutigen Zeit sind. Die Musik, die das Publikum mitreißt, wie in den Szenen „Tosenden Wellen“ und dem Wolgalied, wird auch diese Aufführung prägen. Es ist ein Fest der Kultur, das in Blindenmarkt gefeiert werden soll und ich bin gespannt, was uns die nächsten Wochen noch bringen werden.
