Heute ist der 4.10.2026. Im Bezirk Amstetten gibt es wieder einmal Grund zur Freude, denn die örtlichen Feuerwehren ziehen eine durchweg positive Bilanz über ihre Tierrettungen im vergangenen Jahr. In einer Zeit, in der wir oft von negativen Nachrichten umgeben sind, bringen diese Einsätze ein bisschen Licht und Hoffnung in unseren Alltag.

Die Feuerwehrkräfte sind in Amstetten wahre Tierretter. Im Jahr 2022 rückten sie insgesamt 76-mal aus, um Tieren in Not zu helfen. Die Einsätze waren so vielfältig wie die Tierwelt selbst: Von Rehen, die aus Gewässern gerettet wurden, bis hin zu Hühnern und Hunden, die aus brennenden Häusern befreit werden mussten. Sogar Schlangen, die in Gärten umherkriechen, wurden von den mutigen Feuerwehrleuten eingefangen. Und in manchen Fällen ging es sogar um ganze Herden, die ausgebüxt waren – eine Herausforderung für jeden Einsatzleiter! Besonders knifflig sind die Rettungen von schweren Rindern aus Güllegruben. Hier ist oft technisches Gerät gefragt und die Feuerwehrleute müssen teils unter schwerem Atemschutz arbeiten. Es ist eine gefährliche Angelegenheit, sowohl für die Tiere als auch für die Einsatzkräfte.

Ein Einsatz mit Herz

„Die Tierrettungen enden fast immer positiv“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber, und das ist eine Aussage, die die Herzen der Menschen in der Region erfreut. Dank regelmäßiger Übungen sind die Feuerwehrleute bestens auf Einsätze mit Großtieren wie Rindern und Schafherden vorbereitet. Katzengruber, der zusammen mit Josef Fuchsberger und Flo(h)rian Kammerhuber an der Spitze des Bezirksfeuerwehrkommandos steht, dankt den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie leisten nicht nur einen wertvollen Dienst für die Tiere, sondern bringen auch ein Stück Lebensqualität zurück in die Gemeinden.

Am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, wird weltweit an den heiligen Franz von Assisi erinnert, der für seine Liebe zu Tieren bekannt ist. Ein passender Anlass, um über die Bedeutung von Tierrettungen nachzudenken und die Arbeit der Feuerwehren in den Vordergrund zu stellen. In vielen Städten wird der Tag genutzt, um über den Tierschutz aufzuklären und das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer tierischen Mitbewohner zu schärfen.

Ein Blick über den Tellerrand

In einem ganz anderen Kontext zeigt sich, wie wichtig schnelle Reaktionen bei Tierrettungen sind. Ein Beispiel kommt aus Berlin, wo eine Katze seit Sonntag auf einem Baum saß – und das in 15 Metern Höhe. Die Temperaturen waren hoch, und die Sorge um die Dehydratation des Tieres wuchs. Hier wurde Hilfe gesucht, aber die Feuerwehr verweigerte die Amtshilfe, weil sie keine Katzen vom Baum rettet. Es ist ein komischer Gedanke, dass so eine einfache Rettung manchmal komplizierter sein kann als die Bergung schwerer Rinder aus Güllegruben. Am Ende musste die Veterinärbehörde einen privaten Baumpfleger hinzuziehen, was nicht nur teuer, sondern auch riskant war, da dieser keine entsprechende Sachkunde oder Schutzkleidung hatte.

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Solche Geschichten erinnern uns daran, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die sich für das Wohl von Tieren einsetzen – sei es im kleinen Rahmen der Feuerwehr in Amstetten oder in großen Städten wie Berlin. Und vielleicht ist es das, was uns alle verbindet: die Sorge um die Kreaturen, die unseren Planeten mit uns teilen.