Solarbranche im Umbruch: Krannich warnt vor Folgen der neuen EEG-Novelle
Heute ist der 2.10.2026, und in der Solarbranche rumort es gewaltig. Die Bundesregierung hat Pläne, die Solarförderung zu ändern, und das sorgt für unschöne Diskussionen. Unternehmer Kurt Krannich, der seit den 80ern im Geschäft ist und 1995 sein eigenes Unternehmen gründete, hat die Entwicklung genau im Blick. Mit mittlerweile über 850 Mitarbeitern weltweit hat er viel erlebt. Besonders prägend war der erste Schub für die Branche, der 1999 mit dem 100.000-Dächer-Programm begann. Doch die Zeiten sind nicht mehr so rosig.
Krannich erinnert sich an die Kürzungen der Förderung im Jahr 2012 durch Umweltminister Peter Altmaier von der CDU. Diese Entscheidungen, kombiniert mit der massiven Konkurrenz aus China, führten zu einem dramatischen Einbruch in der Solarbranche. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt die negativen Auswirkungen der EEG-Novellen und der chinesischen Exporte auf den Markt. Das bringt ihn zur Sorge, dass Eigenheimbesitzer möglicherweise auf Solaranlagen verzichten könnten, wenn die Bundesregierung ihre Pläne zur Abschaffung der festen Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen umsetzt.
Die EEG-Novelle und ihre Folgen
Die anstehende EEG-Novelle, die bis Ende des Jahres verabschiedet werden muss, wird als entscheidender Schritt betrachtet. Sie soll den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit dem Stromnetz in Einklang bringen und gleichzeitig die Stromkosten im Auge behalten. Krannich betont, wie wichtig einfache, bürokratiearme Programme sind, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnt hingegen vor hohen Kosten und betont die Verantwortung der Erneuerbaren.
Stellt euch vor, die Bundesregierung plant nicht nur Subventionen, die auch neuen Gaskraftwerken zugutekommen, sondern denkt auch an die Förderung von Sonnen- und Windenergie. Aber das bringt auch einen Paradigmenwechsel mit sich. Ab sofort wird eine Direktvermarktungspflicht für kleine Solaranlagen eingeführt. Da fragt man sich: Wo bleibt da der Anreiz für die Eigenheimbesitzer? Krannich beobachtet bereits einen Vorzieheffekt bei Investitionen in Solaranlagen, was zeigt, dass die Menschen besorgt sind und schneller handeln wollen.
Der Ausblick bis 2030
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Bundesregierung ehrgeizige Ziele verfolgt. Bis 2030 sollen 80% des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein! Die EEG-Novelle zielt darauf ab, die Energiekosten zu senken und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Übergang von einem staatlichen Fördersystem zu einem marktbasierten Investitionsrahmen könnte eine Chance sein, wenn man die Bedingungen für Windenergie im Süden verbessert und die Bioenergie als Ergänzung zur Wind- und Sonnenenergie stärkt.
Die neue Gesetzgebung könnte auch die Einspeiseleistung kleiner und mittlerer PV-Dachanlagen auf 50% begrenzen. Aber keine Sorge, kleine Anlagen unter 25 kW sollen in Zukunft ohne dauerhafte Förderung auskommen. Ein Direktvermarktungsbonus für die ersten vier Jahre könnte ihnen helfen, sich im Markt zu etablieren. Das alles hängt natürlich auch von der Geschwindigkeit ab, mit der die Übertragungsnetze ausgebaut werden. Ein schneller, effizienter Ausbau ist entscheidend für die Stabilität unserer Stromversorgung und die Entlastung der privaten Haushalte und der Wirtschaft.
