Am 30. September 2026 startete vor der malerischen Küste von Marseille das Finale der Zweihand-Mixed-Weltmeisterschaft Offshore. Das Wetter war wild: Windgeschwindigkeiten zwischen 25 und 30 Knoten und Wellen von bis zu 1,3 Metern machten die Bedingungen für die elf Mixed-Teams, die auf identischen Sun Fast 30 One Design Booten segelten, alles andere als einfach. Unter den Teilnehmern waren auch zwei deutsche Teams, darunter Lina Rixgens und Andreas Baden, die sich mit viel Mühe für das Finale qualifiziert hatten.

Doch das Rennen nahm eine unerwartete Wendung für Rixgens und Baden. Nur zwei Stunden vor dem Start entdeckten sie Haarrisse an den Stringern des Bootes – ein ernstes Problem, das sich in der Bugsektion bemerkbar machte. Trotz der Bemühungen der Wettfahrtleitung und des Technik-Teams, die jedoch kein Zwei-Komponenten-Epoxy zur Verfügung hatten, konnten sie nicht rechtzeitig helfen. So mussten Rixgens und Baden, die bereits mit einem nervenaufreibenden Qualifikationskampf zu kämpfen hatten, schließlich das Rennen aufgeben, nachdem sich das Stringer-Problem während der Wettfahrt verschlechterte.

Ein bitteres Ende

Die beiden Segler hatten immerhin rund 30 Seemeilen zurückgelegt, bevor sie die bittere Entscheidung trafen, aufzugeben. Das Finale hatte noch über 200 Seemeilen zu absolvieren. „Die Umstände waren unglücklich“, so Andreas Baden, „aber wir machen niemandem einen Vorwurf.“ Trotz der finanziellen Belastung von etwa 5000 Euro für die Meldegebühr plus Reise- und Nebenkosten bleibt der Galgenhumor der beiden ungebrochen. Sie planen, in Zukunft zurückzukehren. Währenddessen übernahmen Thomas André und Julia Colombe die Führung im Rennen, gefolgt von Federico Waksman und Irina Gracheva sowie Jonas Gerckens und Djemila Tassin.

Das Mixed-Duo Rixgens/Baden war nicht das einzige deutsche Team in Marseille. Clara Witthinrich und Olli Schmidt-Rybandt hatten sich überraschend als Zweite in ihrer Gruppe qualifiziert, trotz einer Zeitstrafe, und waren ebenfalls im Rennen um den Titel. Die gesamte Wettfahrt sollte rund 240 Meilen umfassen und etwa 48 Stunden dauern, mit dem Ziel, am Freitagmorgen vor dem Starthafen zu enden. Dies ist besonders aufregend, da in der Mixed-Disziplin auch im Jahr 2024 um olympische Medaillen gekämpft wird.

Ein Blick auf die Wettfahrtregeln

Die Wettfahrtregeln beim Segeln – ein Thema für sich! Diese regeln das Verhalten während Regatten für Segel-, Kite- und Windsurf-Wettkämpfe und werden alle vier Jahre nach den Olympischen Spielen durch World Sailing aktualisiert. Die aktuellste Ausgabe gilt für den Zeitraum von 2025 bis 2028 und wurde erst vor wenigen Monaten, am 20. April 2026, veröffentlicht. Es gibt insgesamt 92 Regeln, die in sieben Teile gegliedert sind. Besonders interessant sind die Abschnitte, die sich mit der Durchführung von Wettfahrten und den Anforderungen während dieses Prozesses beschäftigen.

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Während die Bedingungen für Rixgens und Baden in Marseille herausfordernd waren, bleibt die Welt des Segels dynamisch und aufregend, mit vielen Talenten, die bereit sind, sich den Herausforderungen zu stellen. Der Kampf um den Titel und die olympischen Medaillen wird auch in den kommenden Jahren spannend bleiben.