Heute ist der 6.05.2026 und in Urfahr gibt es Grund zur Freude! Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen der Bäuerinnen. Im Rahmen des internationalen Jahres der Bäuerin wird die Wertschätzung für Landwirtinnen in den Fokus gerückt. Besonders in der Region Urfahr-Umgebung engagieren sich viele Frauen auf den Höfen. Das ist nicht nur wichtig, sondern auch dringend nötig, denn die Rolle der Bäuerin hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

Eine beeindruckende Vertreterin dieser Veränderung ist Rebecca Lichtenberger. Mit ihren 33 Jahren führt sie einen Bio-Milchviehbetrieb in Sonnberg. Vor sieben Jahren hat sie ihren Weg in die Landwirtschaft eingeschlagen – eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut. Mit fünf Kindern jongliert sie nicht nur den Familienalltag, sondern organisiert auch den gesamten Betrieb. Täglich melkt sie Kühe und dank der tollen Unterstützung ihrer Schwiegereltern kann sie sogar auf der Gemeinde arbeiten und absolviert eine Ausbildung zur landwirtschaftlichen Facharbeiterin. Das Rollenbild der Bäuerin, so Lichtenberger, habe sich gewandelt: Frauen haben mehr Mitspracherecht und bringen technische Fähigkeiten mit.

Die Sichtweise einer neuen Generation

Ein weiteres Beispiel ist Vanessa Aufreiter, die nach einem Bürojob den Betrieb ihrer Familie in Alberndorf übernahm. Sie ist Bio-Kräuter-Bäuerin und hat sich in der Landwirtschaf eine ganz eigene Nische geschaffen. Hier kümmert sie sich nicht nur um die Büroarbeit, sondern auch um die Produktverarbeitung und die Bestellungen. Und das alles mit einer gehörigen Portion Kinderbetreuung obendrauf! Sie sieht sich und andere Bäuerinnen als selbstständig und verantwortlich für eine Vielzahl von Aufgaben. Ihre Forderung? Mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für die Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft. Als neue Urfahraner Bezirksbäuerin setzt sie sich dafür ein, moderne Rollenbilder zu vertreten und junge Frauen für die Landwirtschaft zu begeistern.

Ihr Bio-Kräuterhof bewirtschaftet rund 50 Hektar und produziert eine Vielzahl von Kräutern, die über Wiederverkäufer, einen Onlineshop und den Hofladen vertrieben werden. Ein echtes Beispiel für die Vielfältigkeit und Innovationskraft, die Frauen in der Landwirtschaft einbringen.

Gegenseitige Unterstützung und Anerkennung

Landesbäuerin Johanna Haider sieht in diesem internationalen Jahr der Bäuerin eine große Chance zur Wertschätzung der Arbeit von Landwirtinnen. Sie fordert klare Informationen und stabile Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft. Zudem sollten Gesundheit und Care-Arbeit gestärkt werden, unter anderem durch Entlastungs- und Beratungsangebote. Ein wichtiges Anliegen, das nicht nur die Bäuerinnen, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft. Die Gleichstellung in der Interessenvertretung soll ebenfalls vorangetrieben werden – ein Schritt, der längst überfällig ist.

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Die Geschichten von Lichtenberger und Aufreiter sind in Urfahr kein Einzelfall. Immer mehr Frauen zeigen, dass sie nicht nur am Herd, sondern auch auf dem Feld und im Stall ihren Platz haben. Diese Veränderungen sind nicht nur wichtig für die Landwirtschaft selbst, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Denn letztlich sind es die Bäuerinnen, die Tag für Tag für unsere Ernährung sorgen und das mit einem Engagement, das oft nicht genügend gewürdigt wird.