Im Herzen von Steyr tut sich etwas Spannendes. Seit Montag läuft im BMW Werk die Produktion von Elektroantrieben im Zweischicht-Betrieb. Was heißt das konkret? Über 4.000 E-Motoren werden hier jede Woche gefertigt! Harald Gottsche, der Leiter des BMW Group Werk Steyr, nennt diesen Schritt einen wichtigen Meilenstein. Der Grund ist klar: Die steigende Produktionsleistung unterstützt den Hochlauf der Neuen Klasse von BMW, die sich auf die Elektromobilität konzentriert.

Die erste Generation des vollelektrischen BMW iX3, der das erste Serienmodell dieser neuen Fahrzeuggeneration ist, wird dabei eine tragende Rolle spielen. Die E-Antriebe für den iX3, sowie das bald folgende Modell, der vollelektrische BMW i3, kommen direkt aus Steyr. Und das ist nicht alles: Die Produktionskapazitäten sollen bis 2025 auf rund 8.500 Einheiten pro Woche steigen und im Jahr 2026 sogar über 100.000 Einheiten erreichen. Dies zeigt, wie wichtig das BMW Group Werk Steyr als Produktionsstandort für Elektromobilität wird.

Technische Details und Produktionsabläufe

Parallel zum Anlauf der zweiten Schicht auf Montagelinie 5, die erst kürzlich gestartet wurde, läuft seit April die zweite Produktionslinie für E-Antriebe – Linie 6 – im Serienbetrieb. Auch die Rotor- und Stator-Fertigung hat bereits im ersten Halbjahr dieses Jahres begonnen. Diese Kernkomponenten, die im Werk Steyr gefertigt werden, fließen direkt in die Endmontage der E-Antriebe ein. Helmut Hochsteiner, der Leiter der E-Antriebsproduktion, hebt die Teamleistung vieler Kollegen hervor, was die gesamte Produktion noch bemerkenswerter macht.

Der BMW iX3 selbst ist ein elektrisch angetriebenes SUV, das im Juli 2020 vorgestellt wurde. Interessanterweise erfolgt die Produktion der ersten Generation bis 2025 ausschließlich in China. Die zweite Generation, die im September 2025 auf den Markt kommen soll, wird in Ungarn und China hergestellt. Wenn man die Reichweiten vergleicht, bietet die erste Generation eine Reichweite von 480 km, während die zweite Generation sogar 805 km erreichen soll. Das ist schon eine Ansage!

Elektromobilität im Wandel

Doch was bedeutet das alles für die Elektromobilität insgesamt? Der BDEW-Elektromobilitätsmonitor zeigt, dass der Markt für vollelektrische Pkw (BEV) schnell und dynamisch wächst. Die Anzahl neu zugelassener E-Autos steigt kontinuierlich, und es wird prognostiziert, dass 2025 jede fünfte Neuzulassung ein E-Pkw sein wird. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf die verschärften EU-CO2-Flottengrenzwerte zurückzuführen, die die Hersteller unter Druck setzen, ihre Fahrzeuge umweltfreundlicher zu gestalten.

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Die Infrastruktur kommt ebenfalls nicht zu kurz: Über 200.000 öffentliche Ladepunkte sollen bis Ende 2025 zur Verfügung stehen. Das Ziel ist klar: ein flächendeckender und schneller Ausbau der Ladesäulen. In Deutschland übererfüllt man die EU-Vorgaben mit mehr als neun Gigawatt installierter Leistung. Und hier in Österreich? Auch hier zeigt sich eine positive Tendenz hin zur Elektromobilität.

Die Entwicklungen im BMW Werk in Steyr sind also nicht nur für die Region, sondern für die gesamte Branche von großer Bedeutung. Die Zukunft der Elektromobilität wird hier aktiv mitgestaltet, und man darf gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln.

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