Branchentag der Gesundheitsberufe in Steyr: Ehrungen, Innovationen und Vernetzung
Am 6. Juli 2026 fand in Steyr der Branchentag der Landesinnung OÖ der Gesundheitsberufe statt, und das in der beeindruckenden Kulisse der WKO Oberösterreich. Fast 60 Branchenmitglieder aus ganz Oberösterreich versammelten sich hier, um einen spannenden Tag voller fachlichem Input, inspirierenden Gesprächen und, ganz wichtig, Ehrungen langjähriger Unternehmen zu erleben. Es war eine echte Feier der Tradition und des Engagements!
Unter den geehrten Unternehmen befand sich die Firma Johann Wallner & Co. aus Weyer, die auf stolze 30 Jahre im Bandagistengewerbe zurückblicken kann. Ein weiteres Highlight war die Ehrung des Dental-Labors Fischer aus Steyr, das bereits 80 Jahre in der Branche tätig ist. Landesinnungsmeister Michael Wögerer, der die Veranstaltung organisiert hat, betonte, wie wichtig solche Branchentage für die Weiterentwicklung der gesamten Gesundheitsberufe sind.
Fachvorträge und Innovationen
Der Branchentag bot nicht nur Ehrungen, sondern auch einen fesselnden Fachvortrag von Christoph Rosenberger. Sein Thema „SEHEN, was Kunden DENKEN“ war besonders aufschlussreich. Er erklärte, wie wichtig es ist, die Mimik und Gestik unserer Gesprächspartner bewusst wahrzunehmen. Das Ziel? Kundenbedürfnisse schneller erkennen, Gespräche gezielter führen und die eigene Beratungskompetenz maßgeblich stärken. Ein Ansatz, der in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist!
Doch das war noch nicht alles. Neben den Ehrungen und Vorträgen wurde auch ein Blick in die Zukunft geworfen. Im Fokus stand das Thema „Generative Fertigung in der Medizintechnik“. Universitätsprofessor Zoltán Major von der Johannes Kepler Universität Linz präsentierte spannende Forschungsergebnisse und zeigte live, wie mit 3D-Druckern patientenspezifische Implantate und chirurgische Hilfsmittel hergestellt werden können. Diese Technologien versprechen eine effiziente und individuelle Fertigung, die für viele Patienten einen echten Unterschied machen könnte.
Zusammenarbeit und Vernetzung
Die Veranstaltung bot zudem eine hervorragende Möglichkeit, sich mit Kollegen aus verschiedenen Gesundheitsberufen zu vernetzen. Wögerer hob hervor, dass es wichtig sei, die Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis umzusetzen, um den größtmöglichen Nutzen für die Menschen zu erzielen. Konkrete Forschungsprojekte wurden vorgestellt, und es wurde aktiv nach Unternehmenspartnern gesucht. Erste Kooperationen konnten bereits angebahnt werden – ein vielversprechender Schritt in Richtung gemeinsamer Entwicklung und Innovation!
Ein weiterer spannender Aspekt, den die Teilnehmer mit nach Hause nehmen konnten, waren die neuesten Entwicklungen im Bereich der 3D-Drucktechnologien für die Medizintechnik. Das Fraunhofer IAP, das sich auf die Entwicklung von Polymeren für additive Fertigungsverfahren spezialisiert hat, zeigt, wie wichtig es ist, Materialien zu entwickeln, die den hohen medizinischen Anforderungen gerecht werden. Biokompatible Materialien mit elastischem und biomimetischem Verhalten könnten in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Anpassung von Prothesen und Implantaten an individuelle Patientenverletzungen spielen.
Die Kombination von technischem Know-how und Materialwissen ist entscheidend – schließlich sollen diese Innovationen nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig sein. Entwicklungen hin zu bioabbaubaren Implantaten und solchen aus nachwachsenden Rohstoffen sind nicht nur ein schöner Gedanke, sondern könnten bald Realität werden. Komplexe und anspruchsvolle Herausforderungen gilt es dabei zu meistern, und die Diskussionen auf dem Branchentag haben einen wertvollen Beitrag dazu geleistet.
Für alle Interessierten gibt es noch die Möglichkeit, sich an das Büro der Landesinnung zu wenden, um eventuell Partner für zukünftige Projekte zu finden. Ein spannendes Netzwerk formt sich, und wir dürfen gespannt sein, welche Ideen und Innovationen aus dieser Veranstaltung hervorgehen werden!
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