Heute ist der 6.07.2026 und in Klagenfurt stehen die Bewerber für das neue Masterstudium in Psychotherapie in den Startlöchern. Am Montag findet der erste Aufnahmetest statt, der für die 500 öffentlich finanzierten Studienplätze in Städten wie Wien, Graz, Linz und Innsbruck entscheidend ist. Mit bis zu 1272 Bewerberinnen und Bewerbern wird es ein echter Wettkampf um die Plätze – mehr als zehnmal so viele Interessierte haben sich allein für die 40 Studienplätze in Wien beworben. Das ist schon eine gewaltige Zahl!

Der Test selbst wird drei Stunden dauern und umfasst nicht nur einen Selbsteinschätzungs-Fragebogen, sondern auch Inhalte, die zu 70% aus dem Bereich der Grundlagen der Psychotherapiewissenschaft stammen. Dazu kommen noch der Umgang mit englischsprachigen Fachtexten, verbal-analytisches Verständnis und sozial-emotionale Kompetenzen – eine bunte Mischung, die zeigt, dass die angehenden Psychotherapeuten ganz schön viel draufhaben müssen!

Ein neuer Weg in der Psychotherapie-Ausbildung

Die Zulassung zum Masterstudium setzt einen facheinschlägigen Bachelor voraus, wie beispielsweise in Psychologie oder Sozialarbeit. Wer sich fragt, was genau das bedeutet: Im Bachelorstudium, das den Grundstein für die psychotherapeutische Ausbildung legt, sollten die Studierenden grundlegende fachlich-methodische Kenntnisse sowie berufsethische und wissenschaftliche Kompetenzen erwerben. Außerdem sind sozialkommunikative und selbstreflexive Fähigkeiten gefragt. Das Ganze wird durch theoretische Ausbildung, praktische Erfahrungen, Supervision und Selbsterfahrung ergänzt – ein ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die zukünftigen Klienten von Bedeutung ist.

Ein wichtiges Detail: 75% der Studienplätze sind für Studierende mit österreichischem Maturazeugnis reserviert. Das zeigt, dass die heimische Bildungspolitik hier klare Prioritäten setzt. Auch wenn es die Möglichkeit gibt, Studienplätze für „Aufgaben im öffentlichen Interesse“ zu widmen, wurde diese Option bisher nicht genutzt. Ein bisschen schade, oder?

Ein Blick in die Zukunft

Die aktuelle Reform ist die erste ihrer Art seit den 1990ern und soll die Ausbildung leistbarer machen und den Berufseinstieg erleichtern. Bisherige Ausbildungskosten für Psychotherapeuten lagen bei mehreren zehntausend Euro, das wird sich durch die neue Struktur – Bachelorstudium, ein zweijähriges Masterstudium und postgraduelle Fachausbildung – ändern. Das ist nicht nur für die Studierenden wichtig, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt, denn es steht ein Versorgungsengpass bevor: 40% der 12.300 Therapeuten werden in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen.

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Die Übergangsfristen für die alte Ausbildung sind bis 2030 für das Propädeutikum und bis 2038 für das Fachspezifikum angesetzt. Das bedeutet, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die neue Struktur voll wirksam ist. Doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung, und das ist doch schon mal etwas!

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