Am Sonntagvormittag, genauer gesagt an einem typischen Wels-Puchberg-Tag, wurde die örtliche Feuerwehr auf Trab gehalten. Eine Photovoltaikanlage, die sich auf dem Dach eines Carports befand, geriet in Flammen. Der Einsatz wurde unter dem Stichwort „Brand Elektroanlage im Freien“ gemeldet. Das hat sicherlich für einige besorgte Gesichter in der Nachbarschaft gesorgt, denn eine deutliche Rauchsäule war bereits bei der Anfahrt der Feuerwehr sichtbar.

Die Feuerwehr war rasch vor Ort – zwei Feuerwehren und die Polizei waren im Einsatz. Anwesende versuchten bereits, die Flammen mit Feuerlöschern einzudämmen. Das zeigt, wie wichtig es ist, in solchen Situationen schnell zu handeln. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Ein Elektriker führte daraufhin eine erste Erkundung durch und leitete weitere Sicherungsmaßnahmen ein. Etwas Glück im Unglück: Das Dach des Carports wurde lediglich leicht beschädigt. Die genaue Ursache des Brandes bleibt vorerst unklar. Während des Einsatzes war die Stadlhofstraße gesperrt, und der Verkehr wurde von der Polizei umgeleitet, was sicherlich für einige Umwege sorgte.

Brandgefahr bei Photovoltaikanlagen

Es ist interessant zu wissen, dass Photovoltaikanlagen statistisch gesehen sehr sicher sind. Brände sind eher die Ausnahme als die Regel. In Deutschland beispielsweise gibt es rund 2,1 Millionen installierte PV-Anlagen, und nur etwa 430 davon haben Brände verursacht – das macht gerade einmal 0,006%! Die häufigsten Brandursachen im Haushalt sind defekte Elektrogeräte, menschliches Fehlverhalten oder Kaminbrände. Doch auch bei PV-Anlagen können Brände auftreten, meist aufgrund von Installationsfehlern, fehlerhaften Komponenten oder externen Einflüssen. Da denkt man an Blitzeinschläge oder sogar an Marder, die mit ihren kleinen Zähnchen Kabel anknabbern.

Um die Brandgefahr zu minimieren, sollten Betreiber auf qualifizierte Installation durch Fachbetriebe achten und hochwertige Komponenten wählen. Ein DC-Feuerwehrschalter kann im Ernstfall helfen, die Solarmodule vom Rest der Anlage zu trennen. Wer so eine Anlage besitzt, sollte sich im Brandfall gut vorbereiten: Notruf 112 absetzen und auf die PV-Anlage hinweisen, die Sicherheit von Personen priorisieren und das Gebäude verlassen. Die Feuerwehr ist in solchen Fällen geschult und weiß, worauf es ankommt.

Sicherheitsvorkehrungen und Verantwortung

Die Installation von Solaranlagen unterliegt in vielen Bundesländern strengen Verordnungen. Sicherheitsabstände zu Dachgauben und Brandwänden müssen eingehalten werden. Eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist entscheidend – von der Planung über die Komponentenbeschaffung bis hin zur Installation. Und nicht zu vergessen: Die regelmäßige Wartung und Überprüfung sind unerlässlich, um die Funktionstüchtigkeit der Anlagen sicherzustellen. Man möchte schließlich nicht, dass eine verstaubte oder verdreckte Solaranlage zur Brandgefahr wird!

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Für Betreiber ist es wichtig, die Installation der PV-Anlage der Wohngebäudeversicherung zu melden. Eine Allgefahrenversicherung kann ebenfalls sinnvoll sein, um im Ernstfall abgesichert zu sein. Um den Brandschutz zu gewährleisten, sollten Betreiber sich auch über die Broschüre „Brandschutzgerechte Planung, Errichtung und Instandhaltung von PV-Anlagen“ informieren. Dort gibt es zahlreiche Tipps zu Mindestabständen und Blitzschutz. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt, können wir hoffentlich solche Vorfälle vermeiden und die Vorteile der erneuerbaren Energien in vollen Zügen genießen.