Am 30. September 2026 um 18:30 Uhr wird in Schärding ein ganz besonderes Ereignis stattfinden: Die Filmpremiere der neuen TV-Dokumentation „Die Innviertler Roas“. Die Doku ist Teil der ORF-III-Reihe „Sprachen der Berge“ und widmet sich der reichen Kultur und Sprache des Innviertels. Hierbei wird nicht nur der Dialekt, der in Alltag, Musik und Literatur lebendig bleibt, thematisiert, sondern auch die tiefen Verbindungen zu Bayern. Die Landschaft des Innviertels, mit all ihren Facetten, dient als eindrucksvoller Rahmen für diese kulturelle Reise.

Die Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Entdeckungstour durch die Region. Von Ried über Braunau bis nach Schärding – die Reiseziele sind sorgfältig gewählt, um die Menschen, die Musik und die Geschichten zu zeigen, die das Innviertel so einzigartig machen. Ein Highlight ist das Stelzhamer-Museum, wo das Erbe des Mundartdichters Franz Stelzhamer durch die einfühlsamen Führungen von Gerti Felix und Karl Pumberger lebendig wird. Hier wird die Verbindung zwischen Oberösterreich und Bayern sichtbar, und alteingesessene Schärdinger erzählen in ihrem Dialekt von früheren Zeiten.

Volksmusik und Geschichten am Inn

Die Volksmusik spielt eine zentrale Rolle in „Die Innviertler Roas“. Musikalische Mitwirkende wie die Krammerer Sänger, die MIR3 oder die Trachtenkapelle Solinger sorgen für den richtigen Klangteppich, der die Erzählungen untermalt. Dabei wird auch die Stammtischkultur am Grenzfluss Inn lebendig, wo sich verschiedene musikalische und sprachliche Traditionen treffen. Karl Bachmair erzählt spannende Schmugglergeschichten in Schardenberg und in Braunau trifft man auf eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Traditionen.

Die Doku zeigt nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch, wie aktive Traditionen im Alltag gelebt werden, wie etwa beim Rieder Viehmarkt oder dem „Kranzltag“ mit den Goldhaubenfrauen. Das Innviertel, mit seiner ländlichen Prägung und den historischen Verbindungen zu Bayern, ist ein Ort, an dem Brauchtum und Gemeinschaftsleben noch stark ausgeprägt sind. Alte Handwerkstechniken werden ebenfalls praktiziert und verleihen der Region ihren besonderen Charme.

Einblicke in die Region

Das Innviertel, das sich entlang der Grenze zu Bayern erstreckt, ist ein ländlich geprägtes Gebiet mit einer starken bäuerlichen Tradition. Die Landschaft ist überwiegend flach bis wellig und gehört zum Alpenvorland. Hier leben die Menschen eng verbunden mit ihrer Natur und ihrer Geschichte. Die Regionalität zeigt sich nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Wirtshauskultur und den lokalen Brauereien, die für ihre regionale Küche berühmt sind. Die historischen Ortskerne, wie in Schärding, laden zum Verweilen und Entdecken ein.

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Die Premiere der Dokumentation verspricht nicht nur einen spannenden Abend, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, die kulturellen Wurzeln des Innviertels näher kennenzulernen. Anmeldungen zur Filmpremiere sind bis zum 28. September 2026 per E-Mail möglich. Regie und Buch stammen von Alfred Ninaus, während Alois Zauner für Kamera und Schnitt verantwortlich ist. Sprecherin Livia Klein führt durch die eindrucksvollen Bilder und Geschichten, die das Innviertel zu bieten hat.