Am Mittwochvormittag, dem 28. Oktober 2026, ist es bei Verladearbeiten in einer Halle in Jeging im Bezirk Braunau zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen. Ein 59-jähriger Landwirt arbeitete gemeinsam mit seinem 38-jährigen Sohn auf dem landwirtschaftlichen Anwesen.

Der Sohn bediente einen Traktor und hob damit Säcke an. Sein Vater wollte die Säcke im ersten Stock der Halle mithilfe eines Hoftracs aus der Traktorschaufel holen. Dabei kippte der Hoftrac plötzlich nach vorne.

Vom Fahrzeug getroffen

Der 59-Jährige stürzte etwa fünf Meter vom Hoftrac auf den Boden. Anschließend wurde er vom herabstürzenden Fahrzeug getroffen. Der Mann erlitt tödliche Verletzungen.

Am Unfallort waren drei Feuerwehren, ein Rettungshubschrauber und mehrere Rettungskräfte im Einsatz. Für den Verletzten kam jedoch jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Landwirts feststellen. Die Polizei teilte die Informationen mit.

Hohe Unfallgefahr in der Landwirtschaft

Der Unfall in Jeging zeigt einmal mehr, wie schnell Arbeiten mit Maschinen kippen können. Die Landwirtschaft ist ein bedeutender Arbeitgeber. In Deutschland gab es 2025 rund 255.010 landwirtschaftliche Betriebe mit etwa 875.900 Beschäftigten.

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Gleichzeitig ist das Unfallrisiko in diesem Bereich besonders hoch: Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wurden 2021 insgesamt 46 Arbeitsunfälle je 1.000 Vollbeschäftigte gemeldet. Damit lag die Landwirtschaft an der Spitze aller gewerblichen Wirtschaftszweige.

Die meisten Unfälle ereignen sich in der Tierhaltung, bei Gartenbau- und Landschaftspflegearbeiten sowie bei Wartungsarbeiten an Maschinen und Geräten. Arbeitssicherheit hat deshalb gerade in der Landwirtschaft eine besondere Bedeutung. Hinweise zur Vermeidung solcher Gefahren sollen helfen, Risiken bei täglichen Handgriffen und beim Einsatz von Maschinen rechtzeitig zu erkennen.