Chaos im Citytunnel: Dieselunfall sorgt für Verkehrsdesaster in Bregenz
Ein Verkehrsunfall hat am Montag, den 28. September, den Citytunnel Bregenz für mehrere Stunden lahmgelegt. Gegen 16:30 Uhr geriet eine 51-jährige Pkw-Lenkerin aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Kraftwagenzug, der von einem 32-Jährigen gesteuert wurde. Glücklicherweise blieben beide Fahrer unverletzt – Alkovortests fielen negativ aus, sodass man von einem glimpflichen Ausgang sprechen kann.
Der Aufprall führte jedoch zu einem erheblichen Sachschaden an beiden Fahrzeugen. Besonders kritisch war die Beschädigung des Tanks des Kraftwagenzugs, aus dem rund 750 Liter Diesel austraten. Das sorgte nicht nur für ein ökologisches Problem, sondern auch für ein großes Chaos auf der Straße. Die Feuerwehr Vorkloster war schnell zur Stelle und setzte etwa 3.000 Kilogramm Bindemittel ein, um den ausgelaufenen Diesel zu binden. Als ob das nicht genug wäre, kam auch eine Kehrmaschine einer Privatfirma zum Einsatz, um die Fahrbahn gründlich zu reinigen.
Großräumige Straßensperren
Die Polizei richtete großräumige Straßensperren ein, um die Unfallstelle abzusichern und den Verkehr umzuleiten. Der Citytunnel blieb bis 21:15 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Das hat sicher für einige Frustration bei den Autofahrern gesorgt, die auf alternative Routen ausweichen mussten. Der Kraftwagenzug musste von einem Spezialunternehmen geborgen werden, während ein Abschleppdienst sich um den Pkw kümmerte. Man kann sich vorstellen, wie viele Umwege die Verkehrsteilnehmer an diesem Nachmittag in Kauf nehmen mussten.
Verkehrssicherheit im Fokus
In einem größeren Kontext betrachtet, wirft dieser Vorfall auch ein Licht auf die Verkehrssicherheit in Österreich. Der Unfallverhütungsbericht für Straßenverkehr, der am 13. November 2024 vom Bundeskabinett beschlossen wurde, zeigt, dass die Verkehrssicherheit in den letzten Jahren immer wieder auf dem Prüfstand steht. Im Jahr 2025 starben 2.832 Menschen im Straßenverkehr – ein Rückgang von 59 % im Vergleich zu 2001. Doch trotz dieses Trends gibt es immer wieder Rückschläge, und die COVID-19-Pandemie hat die Unfallzahlen in den Jahren 2020/2021 beeinflusst. So stiegen die Zahlen zwischen 2021 und 2022 wieder an.
Insgesamt bleibt die Vision Zero, die keine Toten im Straßenverkehr anstrebt, ein Ziel, das es zu erreichen gilt. Mit jährlichen 15,4 Millionen Euro für Aufklärungsmaßnahmen und der Unterstützung von EU-Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bleibt die Hoffnung, dass solche Unfälle wie im Citytunnel Bregenz bald der Vergangenheit angehören.
