Sicher unterwegs: Bruck am Mur setzt auf Verkehrserziehung für Kinder
Heute ist der 24.09.2026, und in Bruck am Mur dreht sich alles um die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer. An der Körner Volksschule fand der Helmi-Aktionstag statt, ein Event, das die Kinder fit für den Schulweg machen sollte. Organisiert vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), wurde ein buntes Programm geboten, das die kleinen Teilnehmer auf die Herausforderungen des Straßenverkehrs vorbereitete. Mit dem Motto „Augen auf, Ohren auf!“ wurde den Kindern durch informative Spiele, Übungen sowie Bastel- und Malanleitungen spielerisch Wissen vermittelt. Es war nicht nur lehrreich, sondern auch richtig spaßig!
Ein Höhepunkt des Aktionstags war der Auftritt des lebensgroßen Maskottchens Helmi, der die Kinder mit seiner fröhlichen Art begeisterte. Peter Felber, Verkehrsexperte des KFV, betonte die große Bedeutung von Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz in der Verkehrserziehung. Er wies auch auf die alarmierenden Zahlen hin: Im Jahr 2025 wurden in Österreich 3.551 Kinder bei Straßenverkehrsunfällen verletzt und acht verloren ihr Leben. Solche Statistiken machen deutlich, wie wichtig solche Aktionen sind.
Verkehrssicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt
Die Bedeutung von Verkehrssicherheitsaktionen geht über die Grenzen Österreichs hinaus. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass dort im Jahr 2025 etwa 29.273 Kinder im Straßenverkehr verunglückten, wobei 74 Kinder starben. Diese erschreckenden Zahlen machen deutlich, dass die Verkehrssicherheit von Kindern ein zentrales Thema für unsere Gesellschaft ist. Das Bundesministerium für Verkehr in Deutschland unterstützt Programme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und hat sogar eine neue Kampagne mit dem beliebten Charakter Pumuckl ins Leben gerufen. Zehn Videos zur Verkehrserziehung für Kinder und Eltern sind Teil dieser Initiative.
Auch in deutschen Kindertageseinrichtungen gibt es zahlreiche Programme, die sich an Eltern richten. Das Programm „Kind und Verkehr“ bietet kostenfreie Schulungen an, und interaktive Wimmelbilder zur Verkehrsteilnahme sind kostenlos verfügbar. Diese Ressourcen helfen, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen – ein wichtiges Anliegen, das auch in Österreich große Relevanz hat.
Interaktive Ansätze zur Verkehrserziehung
Es gibt auch kreative Ansätze wie den Verkehrssicherheitstag in Kitas, wo Bewegungsparcours und Beratungen angeboten werden. Ein weiteres Beispiel ist die Käpt’n Blaubärs Verkehrsfibel, die den Kleinen Verkehrsregeln nahebringt und kostenlos an Schulen und Kindergärten verschickt wird. Diese Initiativen sind essenziell, um den Kindern ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln.
Ein Pilotprojekt in Mönchengladbach, der „Kinderverkehrsgarten“, hat gezeigt, wie wichtig solche Schulungen sind. Hier lernen Kindergartenkinder, wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten. Auch in Österreich sind solche Initiativen entscheidend, um Kinder zu schützen und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Dabei wird auch darauf geachtet, dass bis zum 12. Lebensjahr und einer Größe von 150 cm die Kinder in geeigneten Kindersitzen im Auto gesichert werden müssen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: 93% der Kinder sind innerorts altersgerecht gesichert, aber nur 52% sind es korrekt. Das lässt Raum für Verbesserungen. Broschüren zur Sicherung von Kindern im Auto und zur Beförderung auf Lastenfahrrädern werden ebenfalls bereitgestellt, um Eltern zu unterstützen und die Sicherheit der Kleinen zu erhöhen. Es ist klar, dass wir alle zusammenarbeiten müssen, um die Verkehrssicherheit unserer Kinder zu verbessern.
