Am 22. September 2026 trafen sich Unternehmerinnen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag zu einem inspirierenden Businessfrühstück in der charmanten Konditorei von Klaudia Zündel. Ein frischer Duft von Gebäck und Kaffee lag in der Luft, während die Teilnehmerinnen sich über ihre Erfahrungen austauschten und neue Kontakte knüpften. Die Vorträge von Susanne Merschnik, Sarah Gruber und Ursula Paller sorgten für jede Menge Aha-Momente und regten zum Nachdenken an.

Ein zentrales Thema des Morgens war der weibliche Zyklus und wie er die Gesundheit und Produktivität im Business beeinflusst. Sarah Gruber, Zyklusmentorin, erklärte eindrucksvoll den 4-Phasen-Rhythmus des weiblichen Zyklus und verglich ihn mit dem 24-Stunden-Hormonzyklus von Männern. Ihre Botschaft: Frauen sollten auf ihren Körper hören und ihre Gesundheit priorisieren, besonders ab 40 Jahren. Das ist nicht nur wichtig für das persönliche Wohlbefinden, sondern kann auch den beruflichen Erfolg fördern.

Gesundheit im Fokus

Ursula Paller stellte ein testbasiertes Gesundheitskonzept vor, das die individuellen Nährstoffbedürfnisse sichtbar macht. Sie legte besonderen Wert auf die Notwendigkeit von Nährstoffen und Krafttraining für Frauen. Gerade in einer Zeit, in der die Vereinbarkeit von Beruf und Gesundheit oft eine Herausforderung darstellt, sind solche Ansätze Gold wert.

Nach den Vorträgen war es Zeit für persönlichen Austausch und Networking. Die Atmosphäre war lebhaft, und das Gefühl, gegenseitige Unterstützung zu finden, war spürbar. Im Rahmen dieses Events wurde auch auf einen weiteren Vortrag über Frauengesundheit am 13. Oktober in Bruck/Mur hingewiesen. Interessierte können sich bei Susanne Merschnik unter 0680 333 2109 anmelden.

Zyklusbewusstes Arbeiten

Die Thematik des weiblichen Zyklus hat auch Alissia Quaintance beschäftigt. Sie ist eine erfahrene Unternehmerin aus der Technologiebranche und gründete 2023 die Cycle Positivity GmbH. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein für den Menstruationszyklus in der Arbeitswelt zu erhöhen. Quaintance ist überzeugt, dass hormonelle Schwankungen der Frauen in der Arbeitswelt stärker berücksichtigt werden sollten. Sie vergleicht die Anpassung von Arbeitsaufgaben an die Phasen des Zyklus mit der Trainingsanpassung von Profisportlerinnen.

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Ihre Empfehlungen sind klar: Kreative Projekte sollten in der Follikelphase gestartet werden, wenn der Östrogenspiegel hoch ist. Sie fordert Unternehmen auf, das Arbeitsumfeld für Frauen zu verbessern, etwa durch die Bereitstellung von Periodenprodukten und geeigneter Kleidung. Studien zeigen, dass mit „Menstruationsinterventionen“ Fehlzeiten um bis zu 62 Prozent reduziert werden können – ein echter Gewinn für alle Beteiligten.

Ein offenes Unternehmensklima

Zyklusbewusstes Arbeiten fördert nicht nur die Produktivität, sondern auch Chancengleichheit und ein offenes Unternehmensklima. Flexibilität im Arbeitsumfeld, wie etwa Homeoffice oder Rückzugsräume, sind wichtige Faktoren, um Frauen in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen. Ein sensibler Umgang mit dem Thema Menstruation kann das Arbeitgeberimage erheblich verbessern und Talente langfristig binden. In einigen asiatischen Ländern ist Menstruationsurlaub bereits gesetzlich verankert, und Spanien hat 2023 als erstes europäisches Land bezahlten Menstruationsurlaub eingeführt. In Deutschland gibt es zwar noch keine gesetzliche Regelung, doch die Diskussion darüber, insbesondere in Städten wie Stuttgart, gewinnt immer mehr an Fahrt.

Es bleibt spannend, wie sich die Wahrnehmung von Frauengesundheit in der Arbeitswelt weiterentwickeln wird. Die Initiative von Frau in der Wirtschaft (FiW) und die inspirierenden Stimmen wie die von Alissia Quaintance zeigen, dass die Zeit für Veränderungen reif ist. Wer weiß, vielleicht ist das Businessfrühstück in Bruck-Mürzzuschlag nur der Anfang eines viel größeren Wandels.