Am 13. Juni 2026 wird es in Steinbrunn ein ganz besonderes Fest geben. Der Singkreis Steinbrunn feiert sein 80-jähriges Bestehen! Gegründet wurde dieser traditionsreiche Chor im Jahr 1946 von Jakob Dobrovich, der ihn ursprünglich als Volksschulchor ins Leben rief. In den acht Jahrzehnten hat sich der Chor zu einer festen Institution im Ort entwickelt und prägt das kulturelle Leben der Gemeinde bis heute. Zudem ist er über die Ortsgrenzen hinaus bekannt, was natürlich auch an den zahlreichen Auftritten und Wettbewerben liegt, an denen der Singkreis teilgenommen hat.

Das Jubiläumsfest findet im Gemeinschaftshaus Steinbrunn statt und beginnt um 17 Uhr. Mit dabei sind unter anderem der Volksschulchor Steinbrunn und das Tamburizza-Orchester Steinbrunn, die dem Abend einen festlichen Rahmen geben werden. Ziel des Konzerts ist es, acht Jahrzehnte Musik, Gemeinschaft und Tradition zu würdigen. Ein Highlight der Vereinsgeschichte war sicherlich der Auftritt für Bundespräsident Adolf Schärf im Jahr 1960. Auch internationale Veranstaltungen blieben dem Chor nicht fremd: 2000 nahm er am Internationalen Chorwettbewerb in Prag teil und konnte dort eine Bronzemedaille gewinnen. Darüber hinaus führten Konzertreisen den Chor nach Italien, Ungarn, Südtirol und Salzburg.

Der Weg des Chores durch die Jahrzehnte

Nach dem Tod des Gründers übernahmen Dr. Ingeborg Enislidis und Aurelia Horvath die Leitung des Chores. Von 1992 bis 2016 hatte Irene Schleischitz das Zepter in der Hand, bevor 2017 Bürgermeisterin und Volksschuldirektorin Isabella Radatz-Grauszer die Geschicke des Singkreises übernahm. Radatz-Grauszer, die auch den Neufelder Kirchenchor „Maranatha“ leitet, ist seit nunmehr zehn Jahren Obfrau und Chorleiterin. Ihre Leidenschaft für die Musik und das Engagement in der Gemeinde sind unverkennbar und tragen maßgeblich zur Weiterführung der Tradition bei.

Der Singkreis initiierte zudem einen Jugend-Projektchor, der mit mehreren erfolgreichen Musikproduktionen aufwarten konnte. Diese Förderung junger Talente ist ein wichtiger Bestandteil der Chorarbeit und zeigt, wie sehr der Singkreis Steinbrunn auch in Zukunft auf musikalische Vielfalt und Gemeinschaft setzt.

Ein kulturelles Erbe bewahren

Die Bedeutung solcher Chöre geht über die bloße Musikausübung hinaus. Sie sind ein Teil des kulturellen Erbes, das es zu bewahren gilt. Die Stiftung des Deutschen Chorwesens, mit Sitz in Feuchtwangen, hat sich genau diesem Auftrag verschrieben. Sie sammelt bedeutende Zeugnisse des Chorgesanges und möchte das Überlieferungsgut des deutschsprachigen Laienchorwesens an die Allgemeinheit vermitteln. Ihre Arbeit umfasst nicht nur die Sammlung von Dokumenten, sondern auch die Ausstellung materieller Zeugnisse, die die reiche Geschichte des Chorgesangs dokumentieren.

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Das 80-jährige Bestehen des Singkreises Steinbrunn ist also nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig solche Institutionen für die kulturelle Identität und das Gemeinschaftsgefühl sind. Wer am 13. Juni Zeit hat, sollte sich dieses Fest nicht entgehen lassen – es wird mit Sicherheit ein unvergesslicher Abend!

Mehr Informationen über die Jubiläumsfeier und die Geschichte des Chores finden Sie in einem Artikel auf meinbezirk.at oder auf bvz.at.