Die Sprache des Metalls: Vernissage von Siegfried Rabanser im Kunsthaus Rust
Am 5. Juli 2026 um 16:00 Uhr fand im Kunsthaus Rust eine spannende Vernissage statt. Die Ausstellung „Die Sprache des Metalls“ des österreichischen Kunstschmiedemeisters und Bildhauers Siegfried Rabanser zog zahlreiche Kunstinteressierte an. Rabanser, bekannt für seine einzigartigen Skulpturen und Unikate aus Metall, stellt seine neuesten Werke aus Aluminium, Eisen, Leder und Glas aus. Der Veranstaltungsort, die Kirchengasse 9 in Rust, bot den idealen Rahmen für diese beeindruckenden Kunstwerke, die bis zum 6. September 2026 zu bestaunen sind.
Siegfried Rabanser hat eine lange Reise in die Welt der Kunst hinter sich. Bereits in seiner Schulzeit kam er mit verschiedenen Materialien in Berührung – von Glas über Aquarell bis hin zu Öl und Kohle. Nach seiner Ausbildung zum Kunstschmied und dem Abschluss seiner Meisterprüfung, wandte er sich verstärkt den Metallen zu, insbesondere dem Aluminium. Dieses Material erwies sich als ideal für seine kreativen Ansätze, da es leicht und formbar ist. In seinem Schaffensprozess kombiniert Rabanser Aluminium mit anderen Materialien wie Glas, Steinen und Sand, was zu einer Vielzahl von faszinierenden Oberflächenstrukturen führt.
Ein weiteres künstlerisches Highlight
Die Ausstellung bietet nicht nur die Werke von Rabanser, sondern auch die Skulpturen des burgenländischen Bildhauers Reinhard Lettl. Lettl, ein Autodidakt, hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht und zeigt in der Vernissage aktuelle Arbeiten, die sich auf erdige und steinige Materialien konzentrieren. Seine Werke fügen sich harmonisch in die Ausstellung ein und ergänzen die metallischen Kreationen von Rabanser auf eine spannende Art und Weise.
Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Bernhard „Wolfsheart“ Weilguni, einem international anerkannten Weltmusiker. Seine Darbietung mit der indianischen Liebesflöte verlieh der Vernissage eine besondere Atmosphäre. Weilguni, der über 16 Alben veröffentlicht hat, setzt sich zudem für den Schutz der indigenen Kultur ein und bringt mit seiner Musik einen Hauch von Spiritualität in den Raum. Es war einfach eine gelungene Kombination aus Kunst und Musik.
Tradition trifft Moderne
Die Arbeiten von Siegfried Rabanser stehen in einer langen Tradition des Kunstschmiedehandwerks. Wie auch in anderen Schmiedewerkstätten, etwa in Maria Laach, wird hier traditionelles Handwerk mit modernen Elementen kombiniert. Diese Kunstschmiede hat sich einen Namen gemacht mit individuellen Metallarbeiten, die Unikate wie Wetterfahnen und sakrale Kunstgegenstände umfassen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Rabanser in seinen Arbeiten die Techniken und Materialien miteinander verbindet – eine Symbiose aus Tradition und zeitgenössischer Kunst.
In Rabanser’s Werken spiegelt sich der kreative Prozess wider, der nicht nur die Materialien selbst, sondern auch die emotionale Tiefe der Kunst thematisiert. Seine Auseinandersetzung mit der Vielseitigkeit von Metall und anderen Materialien hat ihm nicht nur in Österreich, sondern auch darüber hinaus Anerkennung verschafft. Die Ausstellung im Kunsthaus Rust ist ein weiteres Beispiel dafür, wie lebendig und vielfältig die Kunstszene in Österreich ist.
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