Kalasantiner ziehen sich aus Eisenstadt zurück
In Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlandes, gibt es bald einen bedeutenden Wandel in der kirchlichen Landschaft. Die Kalasantiner, die seit 2014 in der Dom- und Stadtpfarre aktiv sind, haben angekündigt, ihre Niederlassung zum Ende August 2026 aufzulösen. Diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen; die Ordensgemeinschaft sieht sich aufgrund mangelnder Kräfte gezwungen, sich auf bestehende Einsatzgebiete zu konzentrieren. Dies bedeutet, dass Dom- und Stadtpfarrer P. Achim Bayer sein Amt an Norbert Filipitsch übergeben wird und bis zum 7. Februar 2027 als Pfarrvikar seelsorglich mitarbeiten wird.
Es ist kaum zu fassen, dass P. Achim Bayer, der seit der Übernahme der Pfarre am 1. November 2014 in Eisenstadt tätig ist, bald nicht mehr Teil der Gemeinde sein wird. Die Rückkehr von Kaplan P. Matthias Gabriel sowie der beiden pastoralen Mitarbeiter, P. Bernhard Schwarz und Br. Stefan Pöll, an andere Niederlassungen der Kalasantiner steht ebenfalls bevor. Sie alle hinterlassen eine Lücke, die nicht so leicht zu füllen sein wird. Generalsuperior P. Martin Glechner zeigt sich in einem Rückblick dankbar für die zwölfjährige Präsenz der Kalasantiner in Eisenstadt. Die gute Aufnahme durch die Diözese und die Menschen in der Stadt wird besonders hervorgehoben.
Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre
Die Niederlassung der Kalasantiner wurde im September 2014 eröffnet, nachdem Bischof Ägidius Zsifkovics die Kongregation bat, die Dompfarre zu übernehmen. Das Ziel war klar: ein geistliches Zentrum für die Stadt und das nördliche Burgenland zu errichten. Mit der Unterstützung der Schwestern der Jüngersuche wurden drei Schwestern entsandt, um den Dienst vor Ort zu unterstützen. So begann eine Zeit, in der der Unterricht in Schulen und das ordensspezifische Wirken gewünscht wurden. Die Kalasantiner haben in dieser Zeit viel bewegt und die Gemeinde mit ihren seelsorglichen Bemühungen bereichert.
Doch nicht nur die Kalasantiner ziehen sich zurück. Auch die Partner-Gemeinschaft der Schwestern der Jüngersuche wird ihre Niederlassung in Eisenstadt mit Ende August auflösen. Pfarrhelferin und Seelsorgerin Sr. Eveline Bettstein beendet ebenfalls ihren Dienst. Dies stellt die Gemeinde vor neue Herausforderungen, denn die seelsorglichen Bemühungen müssen weiterhin fruchtbar sein – auch ohne die gewohnten Gesichter.
Ordensgemeinschaften in Österreich
Die Situation in Eisenstadt ist Teil eines größeren Trends in Österreich, wo aktuell 2.417 Ordensfrauen und 1.385 Ordensmänner in 191 Ordensgemeinschaften aktiv sind. Insgesamt gibt es 3.802 Mitglieder in Gemeinschaften, Kongregationen, Stiften und Klöstern. Ordensgemeinschaften sind nicht nur in der Seelsorge und pastoralen Initiativen tätig, sondern auch im Bildungsbereich, wo 189 Schulen mit rund 50.000 Schülerinnen und Schülern unterstützt werden. Auch im Gesundheitswesen, mit 23 Ordensspitälern, leisten sie einen bedeutenden Beitrag.
Die Rückkehr der Kalasantiner und der Schwestern der Jüngersuche ist also nicht nur ein Verlust für Eisenstadt, sondern reflektiert auch die Herausforderungen, vor denen viele Ordensgemeinschaften heute stehen. Es bleibt zu hoffen, dass die seelsorglichen Bemühungen in der Dompfarre und darüber hinaus weiterhin fruchtbar bleiben – trotz der Veränderungen, die auf die Gemeinde zukommen.
Für weitere Informationen über die Entwicklungen in der Dompfarre Eisenstadt können Sie die Webseite der Kalasantiner besuchen.
Die Informationen stammen unter anderem von ordensgemeinschaften.at, einer Plattform, die wichtige Einblicke in die Aktivitäten der Ordensgemeinschaften in Österreich bietet.
Mit einem dankbaren Blick auf die zurückliegenden Jahre und dem Wunsch nach einer fruchtbaren Fortsetzung der seelsorglichen Arbeit, wird der Abschied von den Kalasantinern in Eisenstadt in Erinnerung bleiben.
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