Thomas König übernimmt Präsidentschaft der Volkshilfe Burgenland in herausfordernder Zeit
Heute ist der 11.06.2026 und wir blicken nach Güssing, wo Thomas König die Präsidentschaft der Volkshilfe Burgenland übernommen hat. In einer Zeit, die für viele Menschen in Österreich herausfordernd ist, steht König vor einer Mammutaufgabe. Die Zahl armutsgefährdeter Personen nimmt kontinuierlich zu, und das stellt nicht nur die Gesellschaft vor neue Herausforderungen, sondern auch Organisationen wie die Volkshilfe.
Die Volkshilfe Burgenland, eine der wichtigsten sozialen Organisationen im Land, hat rund 270 Mitarbeiter:innen. Sie engagiert sich in Bereichen wie Pflege, Betreuung, Armutsbekämpfung und Beschäftigungsprojekten für langzeitarbeitslose Menschen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass etwa 400.000 Kinder und Jugendliche in Österreich armutsgefährdet sind – das sind fast jedes vierte Kind! Erich Fenninger, der Direktor der Volkshilfe Österreich, bringt es auf den Punkt: Armut ist nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern bedeutet oft einen massiven Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe. Es ist eine Situation, die uns alle betrifft.
Die Realität der Armut in Österreich
Die Armutsgefährdungsquote in Österreich liegt bei etwa 15 Prozent, doch im Burgenland ist sie mit 8 Prozent die niedrigste unter allen Bundesländern. Dennoch ist dies kein Grund zur Entwarnung, denn die Herausforderungen sind enorm. In Güssing wurde kürzlich eine Bilanz über die Entwicklungen und zukünftigen Schwerpunkte der Volkshilfe gezogen. Die Organisation wird weiterhin hart daran arbeiten, den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden, die auf Hilfe angewiesen sind.
Um die Dimension der Problematik besser zu verstehen, werfen wir einen Blick auf die Zahlen: Laut einer aktuellen Statistik sind 18,6% der österreichischen Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Das ist der höchste Wert, den Statistik Austria seit Beginn der Messungen registriert hat. Über 1,4 Millionen Menschen sind armutsgefährdet, was einen Anstieg um etwa 150.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder, und es ist schockierend zu erfahren, dass über 260.000 Menschen sich essenzielle Dinge wie Miete, Heizung oder Lebensmittel nicht leisten können.
Schicksalsschläge und gesellschaftliche Benachteiligung
Armut ist oft das Ergebnis von Schicksalsschlägen wie Krankheiten oder Jobverlust, aber auch gesellschaftliche Benachteiligungen spielen eine Rolle. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, und es liegt an Organisationen wie der Volkshilfe, diese Herausforderungen anzugehen und Unterstützung zu bieten. Thomas König wird in seiner neuen Rolle vor der Herausforderung stehen, innovative Lösungen zu finden, um den betroffenen Menschen nachhaltig zu helfen.
Es ist ein langer Weg, den die Volkshilfe und ihre Mitarbeiter:innen gehen, aber mit Leidenschaft und Engagement kann viel erreicht werden. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie sich die Situation entwickeln wird und inwieweit die Volkshilfe Burgenland unter der Führung von Thomas König einen Unterschied machen kann. Ein Unterschied, der dringend nötig ist in einer Zeit, in der Armut und soziale Ausgrenzung so viele Menschen betreffen.
