Heute ist der 8. Juni 2026 und in Güssing herrscht eine rege Aufregung. Die Volkshilfe Burgenland hat zur Pressekonferenz geladen, um über ihre aktuellen Entwicklungen, Arbeitsschwerpunkte und zukünftigen Vorhaben zu informieren. Thomas König, Präsident der Volkshilfe Burgenland, Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, und Karin Csencsits, Pflegedienstleitung der Volkshilfe Burgenland, stehen im Mittelpunkt und bringen frische Informationen über die Herausforderungen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen betreffen.

Die Volkshilfe Burgenland beschäftigt rund 270 Mitarbeiter und bietet Unterstützung in allen Lebensphasen an. Dazu zählen Pflege, soziale Hilfsangebote sowie Projekte gegen Armut und Langzeitarbeitslosigkeit. Laut aktuellen Zahlen ist die Armutsgefährdung in Österreich um fast 17% gestiegen, was alarmierend ist. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche: Fast 400.000 von ihnen leben in Armut – das sind etwa 24%. Die Armutsgefährdungsquote im Burgenland liegt bei 8%, was zwar unter dem österreichischen Durchschnitt von 15% ist, aber dennoch nicht zufriedenstellend.

Maßnahmen gegen Armut und soziale Teilhabe

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt das Burgenland gezielte Maßnahmen gegen Armut. Dazu zählen unter anderem der Mindestlohn, ein kostenloser Kindergarten und diverse Unterstützungsangebote. Die Volkshilfe Burgenland ist der größte Anbieter im Bereich Pflege und Betreuung älterer Menschen. Ein besonders innovatives Projekt ist das burgenländische Pflegestützpunktsystem, bei dem die Volkshilfe den Zuschlag für 10 von 28 Versorgungsregionen erhalten hat. Bereits im April 2026 gab es über 16.000 Einsätze in der Hauskrankenpflege und Heimhilfe.

Inzwischen sind Pflegestützpunkte in mehreren Gemeinden wie Deutsch Jahrndorf, Müllendorf und Stinatz in Betrieb genommen worden, weitere sind in Gols, Rehgraben, Frauenkirchen und Olbendorf geplant. Diese Maßnahmen zeigen das Engagement der Volkshilfe, die Lebenssituation der Menschen im Burgenland zu verbessern.

Sozialökonomische Projekte im Fokus

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Volkshilfe Burgenland ist die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen durch sozialökonomische Betriebe. Hierzu zählen erfolgreiche Projekte wie Mamas Küche/S’Kekserl, die Schatzgrube in Großpetersdorf sowie die Sonnenmärkte in Oberwart, Güssing und Oberpullendorf. Diese Initiativen zielen darauf ab, die soziale Teilhabe und Chancengleichheit zu stärken.

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Die Herausforderungen sind groß, und die Zahlen sprechen für sich. Die Volkshilfe Burgenland hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation der Menschen nachhaltig zu verbessern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Projekte entwickeln und ob die geplanten Maßnahmen die gewünschten Erfolge bringen werden. Doch das Engagement und die Leidenschaft der Mitarbeiter sind unübersehbar – und das gibt Hoffnung für die Zukunft.