Heute ist der 13.05.2026, und in Jennersdorf gibt es eine bedeutende Veränderung im Schlösslverein Mogersdorf. Nach 40 Jahren im Amt hat Gerhard Granitz seine Obmannschaft beendet. Eine Ära geht zu Ende, und es ist schon beeindruckend, was dieser Mann in all den Jahren geleistet hat. Philipp Mayer wurde als sein Nachfolger gewählt, und man fragt sich, wie es jetzt weitergeht.
Granitz blickt mit einem Gefühl der Nostalgie auf seine Zeit zurück. 40 Jahre – das ist eine lange Zeit! In dieser Zeit hat er maßgeblich die Entwicklung des Schlösslbergs geprägt. Besonders in Erinnerung bleiben werden die sechs internationalen kulturhistorischen Symposien, die unter seiner Leitung stattfanden. Auch die Jubiläumsfeiern zur Erinnerung an die Türkenschlacht und die Vereinsjubiläen, wie das 40- und 50-jährige Bestehen des Schlösslvereins, haben den Verein nachhaltig beeinflusst.
Wichtige Meilensteine
Die Erhaltung und Gestaltung von Erinnerungs- und Gedenkstätten war stets ein zentrales Anliegen von Granitz. In den Jahren 2000 und 2001 leitete er die Generalsanierung der Gedächtnisstätten, unterstützt durch ein EU-Förderprojekt. Dabei gab es auch bewegende Begegnungen, wie die mit einem über 80-jährigen Deutschen, der seine Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg teilte. Solche Geschichten hinterlassen einen tiefen Eindruck und tragen zur Bewahrung der Erinnerungskultur bei.
Ein weiteres Highlight war die Entwicklung neuer Veranstaltungen und touristischer Angebote, die den Schlösslverein zu einem attraktiven Ziel gemacht haben. Unter Granitz‘ Führung wurde sogar ein Museum und ein Restaurant auf dem Schlösslberg eingerichtet. Die größte Herausforderung war sicherlich die Sanierung und Erhaltung der historischen Bauten, wie dem strohgedeckten Kreuzstadels und der Gedächtnisstätte. Hierfür gilt der Dank dem Land Burgenland sowie der Diözese Eisenstadt für ihre finanzielle Unterstützung.
Ein Blick in die Zukunft
Für die Zukunft des Schlösslvereins hat Granitz große Wünsche. Er hofft, dass der historische Ort weiterhin präsent bleibt und die Erinnerungskultur bewahrt wird. Die Entwicklung des Schlösslbergs als Ort des Friedens liegt ihm besonders am Herzen. Mit über 100 Mitgliedern hat der Verein das Potenzial, die Bekanntheit von Mogersdorf über die Grenzen hinaus zu steigern und das kulturelle Erbe der Gemeinde zu bewahren. Ein Beispiel dafür ist die geplante Einrichtung einer Mogersdorfer Topothek, die die Aktivitäten des Vereins dokumentieren soll.
Weitere Informationen über den Schlösslverein Mogersdorf gibt es auf ÖsterreichWiki. Dort findet man alles Wichtige über die Geschichte und die Veranstaltungen des Vereins.
Granitz hinterlässt also ein gut gefülltes Erbe, auf dem nun Philipp Mayer aufbauen kann. Man darf gespannt sein, welche neuen Ideen und Projekte der neue Obmann in den kommenden Jahren umsetzen wird. Die Geschichte des Schlösslvereins Mogersdorf ist noch lange nicht zu Ende erzählt.