In den vergangenen Wochen sorgten mehrere Dieseldiebstähle im Bezirk Neusiedl am See für Aufregung. Betroffen waren vor allem Bewässerungsaggregate in den Ortschaften St. Andrä am Zicksee, Tadten und Frauenkirchen. Der Zeitraum der Taten erstreckte sich vom Anfang April bis zum 11. Mai 2026. Die Täter schraubten die Tankdeckel ab oder brachen sie auf, um an den wertvollen Diesel zu gelangen. Ein Vorgehen, das nicht nur dreist, sondern auch äußerst dreckig ist.
Die Polizeiinspektion Pamhagen, zusammen mit dem Bezirkskriminaldienst Neusiedl am See, führte eine Schwerpunktaktion durch, bei der sogar eine Drohne zum Einsatz kam. Am 11. Mai 2026 konnte ein 53-jähriger Mann auf frischer Tat ertappt werden, als er dabei war, Diesel abzuzapfen. Diese Festnahme war der erste große Erfolg der Polizei in diesem Fall. Der Mann wurde daraufhin in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Nur zwei Tage später, am 13. Mai, gelang es der Polizei, einen 23-jährigen Mann als mutmaßlichen Auftraggeber der Diebstähle festzunehmen. Auch er fand seinen Platz in der Justizanstalt Eisenstadt.
Schaden und laufende Ermittlungen
Der durch die Diebstähle entstandene Schaden beläuft sich auf einen mittleren vierstelligen Eurobetrag. Es ist kaum vorstellbar, wie viele solcher Taten unentdeckt bleiben. Die Polizei hat die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen und geht davon aus, dass möglicherweise noch weitere Personen in diese Machenschaften verwickelt sein könnten.
Der Vorfall reiht sich in eine größere Problematik ein, die in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) dokumentiert wird. Diese Statistik erfasst die Entwicklung des kriminellen Geschehens in Österreich und dient der Planung strategischer Maßnahmen zur Bekämpfung von Kriminalität. Seit 2001 werden alle angezeigten Fälle elektronisch registriert. Dabei wird jedoch nicht erfasst, wie viele Straftaten tatsächlich passieren, sondern nur die, die der Polizei gemeldet werden. Dunkelfeld und Ausgang der Gerichtsverfahren bleiben außen vor. Die PKS wird regelmäßig an gesetzliche Änderungen und gesellschaftliche Phänomene angepasst, um ein realistisches Bild der Kriminalitätsentwicklung zu vermitteln.
Ein Blick in die Sicherheitsberichte, die jährlich vom Bundesministerium für Inneres und dem Bundesministerium für Justiz veröffentlicht werden, zeigt, dass die Bevölkerung zunehmend sensibilisiert ist, wenn es um die Anzeige von Straftaten geht. Es bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Serie von Dieseldiebstählen nicht nur schnell aufgeklärt wird, sondern auch dazu führt, dass weitere Taten dieser Art unterbunden werden können. So könnte man vielleicht den Tätern die Lust auf solche Machenschaften verderben.
Für weitere Informationen zur Kriminalstatistik steht das Büro für Kriminalstatistik im Bundeskriminalamt zur Verfügung. Auch wenn der Vorfall in Neusiedl am See für viele schockierend ist, zeigt er doch, dass die Polizei aktiv gegen solche Delikte vorgeht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Ermittlungen zügig voranschreiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.