In Mönchhof, einem beschaulichen Ort in Österreich, hat die Künstlerin und Autorin Stefanie Frank im April ihr erstes Buch mit dem Titel „Immer wenn ich mit Jesus chille“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine autobiografische Erzählung, die tief in die Themen Psychose, Freundschaft, Liebe und Spiritualität eintaucht. Stefanie, die seit 20 Jahren als Künstlerin tätig ist, beschreibt in ihrem Buch ihre persönlichen Erfahrungen und möchte ein wichtiges gesellschaftliches Tabu brechen: das Stigma rund um psychische Erkrankungen.

Der Anstoß für das Schreiben kam auf überraschende Weise – im Sommer 2018, als Stefanie aufgrund ihrer Erkrankung eine Feier frühzeitig verlassen musste. Diese Erfahrung führte dazu, dass sie innerhalb einer Woche ein Manuskript fertigstellte, das nach einer intensiven Überarbeitung im April schließlich gedruckt wurde. „Ich habe schon mit 18 Jahren viel geschrieben und wollte irgendwann ein Buch verfassen“, erzählt sie. Das Schreiben empfindet sie als weniger herausfordernd als das Zeichnen, da es weniger Platz und Material benötigt. Der Titel ihres Buches, „Immer wenn ich mit Jesus chille“, entstand aus einer Eingebung und thematisiert den religiösen Wahn, der bei Psychosen auftreten kann.

Einblicke in Stefanies Welt

Stefanie möchte mit ihrem Buch nicht nur ihre eigene Geschichte erzählen, sondern auch für mehr Verständnis und Empathie für Menschen mit psychischen Erkrankungen werben. Die bisherigen Rückmeldungen sind durchweg positiv. Viele Leser erkennen sich in ihren Erzählungen wieder und finden Trost in ihren Worten. Diese Resonanz motiviert sie, auch in Zukunft weitere Bücher zu veröffentlichen. Die Zusammenarbeit mit ihrem Verlag, Edition Lex Liszt 12, bereitet ihr große Freude.

Der Umgang mit psychischen Erkrankungen ist ein Thema, das auch in anderen literarischen Werken behandelt wird. Der Autor Dr. Peter Schmidt, der selbst mit Asperger-Autismus diagnostiziert wurde, hat in seinen Büchern, wie „Ein Kaktus zum Valentinstag“ und „Aus dem Rahmen gefallen“, die Herausforderungen und Hürden im Alltag von Autisten thematisiert. Seine Werke zielen darauf ab, Empathie und Verständnis für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu fördern. Schmidt beschreibt in seinen Büchern nicht nur persönliche Erfahrungen, sondern gibt auch praktische Hinweise für den Umgang mit autistischen Menschen.

Die Vielfalt an Perspektiven, die sowohl Stefanie Frank als auch Dr. Peter Schmidt in ihren Werken einbringen, zeigt, wie wichtig es ist, über psychische Erkrankungen offen zu sprechen. In einer Gesellschaft, in der diese Themen oft tabuisiert werden, leisten solche Bücher einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung. Es bleibt zu hoffen, dass viele Leser die Botschaften dieser Autoren aufnehmen und sich für ein besseres Verständnis stark machen.

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