Neusiedl am See fördert nachhaltige Mobilität mit neuem Geh- und Radweg
Die Stadtgemeinde Neusiedl am See hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität im Alltag sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit einer Gesamtinvestition von rund 86.000 Euro, wovon ein Teil durch Fördermittel des Landes Burgenland und das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) finanziert wird, wurde ein neuer Geh- und Radweg geschaffen. Dieser Weg, der sich über etwa 235 Meter erstreckt, schließt eine wichtige Lücke im Alltagsradwegenetz und verbindet die Seefeldgasse mit der Bahnstraße. Er ist speziell für Fußgänger und Radfahrer konzipiert und bietet eine Asphaltbreite von 2,5 Metern. Damit wird der Zugang zu bedeutenden Einrichtungen, wie einem neuen Kindergarten und dem Bahnhof, deutlich verbessert.
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner unterstrich die Wichtigkeit sicherer Radverkehrsverbindungen und betonte, wie entscheidend solche Infrastrukturprojekte für das alltägliche Leben der Bürger sind. Auch Bürgermeisterin Elisabeth Böhm, die sich für die Fußgänger- und Radfahrfreundlichkeit stark macht, sieht in diesem Projekt einen großen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Mobilität.
Fortschritte in der Radinfrastruktur
Der Ausbau der Radinfrastruktur im Burgenland wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Bereits 2025 sind 18 Infrastrukturprojekte geplant, die über 17 Kilometer lang sein werden und insgesamt etwa 5 Millionen Euro kosten. Diese Projekte sind Teil der burgenländischen Gesamtverkehrsstrategie und zielen darauf ab, die Radfahrenden durch sichere und qualitativ hochwertige Radverbindungen zu steigern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Radwege-Attraktivierungsprogramm, das seit 2022 erfolgreich umgesetzt wird.
Zu den Schwerpunkten für 2025 gehören unter anderem der Alltagsradweg von Breitenbrunn nach Winden sowie Sanierungsmaßnahmen am Neusiedlersee-Radweg B10 in mehreren Gemeinden. Zudem werden neue Fahrradstraßen in Großpetersdorf, Kleinpetersdorf, Olbendorf, Stegersbach, Stinatz und Ollersdorf eingerichtet. Diese Straßen erlauben Radfahrern das Nebeneinanderfahren und gelten als sichere Zonen mit einem Tempo von 30 km/h für Kraftfahrzeuge.
„Burgenland radelt“ und die Gesundheitsförderung
Ein weiteres Highlight in der burgenländischen Radverkehrsförderung ist die Mitmachaktion „Burgenland radelt“, die am 20. März 2026 startet. Ziel dieser Aktion ist es, sowohl Alltags- als auch Freizeitwege mit dem Fahrrad zurückzulegen und somit klimafreundliche Mobilität zu fördern. Teilnehmer können Preise gewinnen, und Schulen sind ebenfalls eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Besonders spannend sind die geplanten Radkino-Veranstaltungen Ende Juni 2026, die sicherlich für viele ein unterhaltsames Erlebnis darstellen werden.
Radfahren hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern fördert auch die Gesundheit. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, sich täglich körperlich zu betätigen und gleichzeitig die wichtigen Fähigkeiten für eine sichere Teilnahme am Verkehr zu entwickeln, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Rad- und Fußverkehr machen in Deutschland zusammen etwa 37 % aller Wege aus – ein Zeichen dafür, wie wichtig diese Fortbewegungsarten sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Investitionen in die Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur nicht nur im Burgenland, sondern auch in ganz Österreich von der Bundesregierung gefördert werden. Ab 2026 wird die Finanzierung des Rad- und Fußverkehrs aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) erfolgen, was eine nachhaltige Weiterentwicklung verspricht. Die Anstrengungen, um die Mobilität in den Städten und Gemeinden zu verbessern, zeigen, dass die Zukunft auf zwei Rädern nicht nur eine Vision, sondern bereits Realität wird.
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