Ein neuer Stern am musikalischen Horizont von Oberpullendorf: Das Liszt-Zentrum Raiding und das Franz-Liszt-Gymnasium Oberpullendorf haben ihre Partnerschaft offiziell besiegelt. Diese Verbindung ist nicht nur ein bürokratischer Akt, sondern ein aufregender Schritt, um Schülerinnen und Schülern den Zugang zur klassischen Musik zu erleichtern und ihr Wissen über den berühmten Komponisten Franz Liszt zu vertiefen. Die Intendanten Eduard und Johannes Kutrowatz haben es sich zur Herzensangelegenheit gemacht, jungen Menschen die Welt der klassischen Musik näherzubringen und ihr Interesse für Liszt zu wecken. „Musik ist eine lebendige Ausdrucksform“, betont Markus Neuhold, der Direktor des Gymnasiums. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die schulische Musikbildung mit der professionellen Konzertpraxis zu verknüpfen und somit die regionale Identität zu stärken.
Das Angebot, das sich aus dieser Partnerschaft ergibt, ist vielfältig und spannend. Workshops, thematische Museumsführungen und Einführungsvorträge der Intendanten stehen auf dem Programm. Darüber hinaus werden den Schülern Konzertkarten angeboten, und sie haben die Möglichkeit, internationale Künstlerinnen und Künstler zu treffen. Diese Begegnungen sollen nicht nur das musikalische Verständnis fördern, sondern auch die kulturelle Wertschätzung in Raiding steigern. Es ist ein aufregender Weg, um die Talente der Jugendlichen zu fördern und ihnen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre musikalischen und kreativen Fertigkeiten vertiefen können.
Ein Blick in die Zukunft: Barock Tage und Brass Fest
Und das ist erst der Anfang! Im Jahr 2026 stehen im Liszt-Zentrum Raiding einige bemerkenswerte Veranstaltungen auf dem Programm. Am 20. März 2026, um 18:30 Uhr, wird die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgeführt, präsentiert vom Barucco Originalklangorchester und dem Barucco Vokal, unter der Leitung von Heinz Ferlesch. Ein echtes Highlight für alle Liebhaber der klassischen Musik!
Am darauffolgenden Tag, dem 21. März 2026, geht es dann um 11:00 Uhr weiter mit „Bach trifft Bartolomey – Ein musikalischer Dialog“. Hier wird eine spannende Kombination aus Werken von Bach und Kompositionen von Matthias Bartolomey dargeboten. Um 18:30 Uhr desselben Tages steht ein Klavierabend mit Kateryna Titova auf dem Programm, der sicherlich ein weiteres musikalisches Schmankerl sein wird.
Es wird noch besser! Die Barock Tage setzen sich fort mit dem L’Orfeo Barockorchester am 22. März und einem spannenden Brass Fest, das für den April 2026 geplant ist. Hier wird Thomas Gansch mit seiner Blasmusik Supergroup auftreten. Am 25. April gibt es das „Best of Joseph Haydn Brass“ und am 26. April wird die Band Da Blechhauf’n die Bühne betreten. Ein wahres Fest für alle Musikliebhaber!
Franz Liszt: Ein musikalisches Erbe
Natürlich darf man nicht vergessen, dass all diese Bemühungen um die Förderung der klassischen Musik in Raiding ihren Ursprung in der Geschichte von Franz Liszt haben. Geboren am 22. Oktober 1811 in Raiding, war Liszt nicht nur ein außergewöhnlicher Komponist, sondern auch ein virtuoser Pianist, der in seiner Jugend bereits als „Wunderkind“ gefeiert wurde. Sein Vater, Adam List, erkannte früh das Talent seines Sohnes und opferte viel, um ihm eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen. Diese Wurzeln sind es, die die Partnerschaft zwischen dem Liszt-Zentrum und dem Franz-Liszt-Gymnasium so besonders machen. Sie knüpfen an die Identität des Gymnasiums an, das seit 2012 diesen Namen trägt, und tragen dazu bei, Liszts Erbe lebendig zu halten.
Hier in Raiding, wo alles begann, wird die Musik von Liszt nicht nur gehört, sondern auch gefühlt. Die Partnerschaft zwischen dem Liszt-Zentrum und dem Gymnasium ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Kultur und Bildung Hand in Hand gehen können, um eine neue Generation von Musikliebhabern zu inspirieren. Und das ist doch etwas, das uns alle bewegt!