Am 2. Mai wurde in Oberpullendorf ein neuer Ort der Begegnung eröffnet – das Eltern-Kind-Zentrum „HerzRaum“ in der Wiener Straße 19. Dieser gemeinnützige Verein ist mehr als nur ein Gebäude; er bietet Familien einen Platz für Austausch und gemeinsames Wachstum. Besonders für die Kleinsten, also Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren, gibt es hier ein abwechslungsreiches Angebot. Von Kreativwerkstätten über Musik und Bewegung bis hin zu Naturerlebnissen und betreuten Spielgruppen – die Vielfalt ist beeindruckend.
Die Gründerin, Jacqueline Kruger, hat eine klare Vision: Sie möchte einen Ort schaffen, der bedarfsgerecht und flexibel entwickelt werden kann. Das Konzept zielt nicht nur auf die Kinder ab. Auch die Eltern kommen auf ihre Kosten, zum Beispiel durch offene Elterncafés, Vorträge und Beratungsangebote. Es ist total spannend zu sehen, wie am Eröffnungstag bereits viele Besucher Wünsche und Ideen für zukünftige Angebote äußerten. Der „HerzRaum“ ist damit Teil einer größeren Bewegung von Eltern-Kind-Zentren (EKIZ), die vor allem in Wien verbreitet sind. Im ländlichen Raum, wie hier in Oberpullendorf, sind solche Einrichtungen jedoch rar gesät, was die Eröffnung umso bedeutender macht.
Vielfältige Angebote für die ganze Familie
Das Konzept im „HerzRaum“ ist nicht nur innovativ, sondern auch inspirierend. Die Angebote sind vielfältig und richten sich an alle Familien, die hier einen Platz finden möchten. Ähnlich wie die Johanniter-Familienzentren in Deutschland, die Familien mit kleinen Kindern im Alltag unterstützen, geht es auch im „HerzRaum“ darum, die gesunde Entwicklung der Kinder zu fördern und das Miteinander innerhalb der Familie zu stärken. Die Johanniter bieten unter anderem Beratungen für Eltern zu Themen wie Erziehung, Trennung und besonderen Belastungen an. Diese Art der Unterstützung könnte auch im „HerzRaum“ Einzug halten.
Das Familienzentrum der Johanniter ist ein Treffpunkt, der Eltern, Kinder und sogar Großeltern zusammenbringt. Hier gibt es offene Familiencafés, Krabbelgruppen und Freizeitaktionen. Man kann sagen, dass solche Einrichtungen in Deutschland ein bewährtes Konzept sind, das auch in Österreich, speziell im „HerzRaum“, seine Nische finden könnte. Die Idee, dass Angebote niedrigschwellig und unkompliziert nutzbar sind, ist auch hier entscheidend. Schließlich soll jeder, unabhängig von seiner Lebenssituation, Zugang zu diesen wertvollen Ressourcen haben.
Ein Schritt in die Zukunft
Langfristig hat der Verein das Ziel, den „HerzRaum“ zu einem umfassenden Familienzentrum auszubauen. Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben, das viel Engagement erfordert. Aber wenn man bedenkt, wie viele Familien in der Umgebung von einem solchen Zentrum profitieren könnten, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die Förderung von Kindern, die Stärkung der Gemeinschaft und der gegenseitige Respekt sind zentrale Werte, die hier gelebt werden sollen. Eine Entwicklung, die in vielen anderen Ländern, wie in Deutschland, bereits seit Jahren unterstützt wird. Es gibt viele Programme zur Förderung von Familienzentren, die zeigen, wie wichtig solche Anlaufstellen für die Gesellschaft sind.
Ob in Baden-Württemberg, Bayern oder Berlin – überall wird an der Weiterentwicklung von Familienzentren gearbeitet, um den Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden. Ähnlich wie die Programme in Deutschland könnte auch der „HerzRaum“ in Oberpullendorf von solchen Entwicklungen profitieren. Es ist einfach ein großartiges Gefühl zu wissen, dass in der Region ein Ort entsteht, an dem Familien zusammenkommen, sich austauschen und wachsen können. Und vielleicht – nur vielleicht – wird dieser „HerzRaum“ auch zum Vorbild für andere ländliche Gegenden in Österreich.
Eine spannende Zeit steht bevor, und wir dürfen gespannt sein, welche Angebote und Ideen in den kommenden Monaten und Jahren im „HerzRaum“ entstehen werden. Der Ort hat das Potenzial, ein echter Anziehungspunkt für die Familien in Oberpullendorf zu werden.