Heute ist der 15.05.2026, und in der kleinen Gemeinde Deutschkreutz hat sich einiges getan! Bei der letzten Sitzung des Gemeinderates ging es nicht nur um die politische Zusammenarbeit, sondern auch um die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde. Vizebürgermeister Jürgen Hofer von der SPÖ betonte, wie wichtig ein politischer Neustart nach den internen Spannungen ist. Es bleibt abzuwarten, ob das wirklich gelingt oder ob alte Konflikte weiter schwelen.
Ein zentrales Ziel der Diskussion war es, die Verantwortung und Zusammenarbeit zu stärken, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Manfred Kölly von der LBL forderte eine gründliche Aufarbeitung konkreter Fehler, insbesondere bei finanziellen Entscheidungen. Die SPÖ plädierte hingegen für einen Fokus auf Lösungen und nicht auf Schuldzuweisungen. Der Rechnungsabschluss 2024 und der Voranschlag 2026 wurden beschlossen – aber nicht ohne Kontroversen. Der Rechnungsabschluss war umstritten, und viele fragten sich, wie es um die Transparenz in früheren Berichten steht.
Finanzielle Situation und geplante Projekte
Der Voranschlag 2026 sieht einen ausgeglichenen Haushalt vor, der sich auf etwa 6,3 Millionen Euro beläuft. Man plant, unter anderem in Schulmaßnahmen zu investieren – Brandschutz und bauliche Sicherheit stehen dabei ganz oben auf der Liste. Auch Infrastrukturprojekte und Entwicklungen im Kindergartenbereich sind vorgesehen. Besonders spannend wird der Radweg zwischen Nikitsch und Deutschkreutz, der die Mobilität in der Region deutlich verbessern könnte.
Die finanzielle Gesamtsituation bleibt jedoch angespannt. Der Bericht des Prüfungsausschusses zeigt offene Themen, wie etwa 24.000 Euro an offenen Forderungen und hohe Überstunden- sowie Urlaubsstände. Auch die Rückgabe von Gemeindeeigentum sorgte für hitzige Diskussionen und persönliche Wortwechsel. In der Sitzung wurde zudem die Aufhebung der Friedhofsgebührenverordnung aufgrund rechtlicher Unzulässigkeit beschlossen. Dies ist ein Schritt, der von vielen in der Gemeinde wohlwollend aufgenommen wurde.
Konsolidierung und Zukunftsausblick
Um der finanziellen Schieflage entgegenzuwirken, wurde am 23. Mai 2025 die erste Sitzung des Konsolidierungsausschusses einberufen. Dieser Ausschuss hat die Aufgabe, einen Weg zur Finanz-Stabilisierung der Gemeinde zu finden. Der Gemeinderat hat die Konstituierung des Konsolidierungsausschusses während einer Sitzung beschlossen, und es wird erwartet, dass ein Konsolidierungskonzept bis zum 1. August der Aufsichtsbehörde vorgelegt wird. Bisher hat das Land den Voranschlag für 2025 nicht zur Kenntnis genommen, was die Situation zusätzlich erschwert.
Die neu gewählten Gemeinderäte Rico Kovats, Maria Höferer und die neu gewählte Gemeindevorständin Julia Reumann von der ÖVP bringen frischen Wind in die Gremien. Ihr Engagement könnte einen positiven Einfluss auf die bevorstehenden Herausforderungen haben. Die nächste Sitzung ist bereits für Juni angesetzt, und die Spannung steigt – wird es der Gemeinde gelingen, die alten Konflikte hinter sich zu lassen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen?