In Oberpullendorf gibt es Neuigkeiten, die für frischen Wind in der Region sorgen! Bei der Vorstandssitzung der LEADER-Region Mittelburgenland plus wurden gleich vier spannende Projekte zur Regionalentwicklung beschlossen. Die Gesamtsumme, die für diese Initiativen empfohlen wird, beläuft sich auf beeindruckende 157.911,07 Euro. Die Vorfreude ist spürbar, denn die Projekte zielen darauf ab, Bildung, Gesundheit, Digitalisierung sowie das soziale Miteinander zu fördern. Das klingt doch nach einer echten Bereicherung für die Region!
Unter den Projekten sticht „WiKli – Wissen verbindet Klima und Gesundheit“ hervor, das sich um die Verbindung von Wissen über Klima und Gesundheit kümmert. Außerdem wird eine Augmented-Reality-App entwickelt, die es ermöglicht, einen römischen Vicus und ein Militärlager in Lutzmannsburg-Strebersdorf zu visualisieren. Auch das Projekt „Tschurndorf – Geschichte bewegt“ und der „Platz der Generationen“ in Frankenau sind dabei, die Geschichte und Gemeinschaft der Region lebendig zu halten. Geschäftsführerin Christine Fabsits hebt hervor, wie wichtig das Engagement in der Region ist, um die Lebensqualität und die regionale Wertschöpfung zu steigern. Die Umsetzung dieser vielversprechenden Projekte ist in den kommenden Monaten geplant, und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.
Ein starkes Fundament für die Zukunft
Diese Initiativen sind nicht einfach nur Projekte; sie sind Teil eines größeren Plans. Das Regionale Entwicklungskonzept (REK) wurde für die EU-Förderperiode 2023 bis 2027 erstellt und stellt einen wichtigen Leitfaden für die Entwicklung und Förderung der LEADER-Region dar. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Interessengruppen wurden die Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen der Region identifiziert. Ein Budget an EU-Fördermitteln steht nun zur Verfügung, um geeignete Projekte zu unterstützen. Das REK ist ein entscheidendes Instrument für nachhaltige Entwicklung und den Zusammenhalt in der Region. Die Aktualisierung des REK, die am 06.05.2025 beschlossen wurde, wird ebenfalls dazu beitragen, die Fördersätze zu optimieren.
LEADER selbst ist ein faszinierendes Förderprogramm der Europäischen Union, das sich der Entwicklung ländlicher Räume widmet. Der Begriff steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und zielt darauf ab, eine eigenständige und nachhaltige Regionalentwicklung zu unterstützen. Seit den 1990er Jahren wird dieses Programm in den EU-Mitgliedstaaten umgesetzt, und hier in Österreich hat es bereits viele positive Impulse gesetzt. Die Menschen vor Ort kennen ihre Region am besten. Der Bottom-up-Ansatz, bei dem die Bevölkerung aktiv eingebunden wird, sorgt dafür, dass Ideen aus Wirtschaft, Tourismus, Naturschutz sowie Land- und Forstwirtschaft verwirklicht werden können.
Die Rolle der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) ist hierbei zentral. Sie setzt sich aus Vertretern verschiedener Bereiche zusammen und hat die Verantwortung, den LEADER-Prozess zu steuern und über geförderte Projekte zu entscheiden. Das Regionalmanagement unterstützt die LAG und informiert die Akteure über Fördermöglichkeiten. Die Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung der LEADER-Region gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Regionalmanagements. So wird sichergestellt, dass die Bevölkerung gut informiert ist und die Projekte auch die gewünschte Resonanz finden.
Die Zukunft der LEADER-Region Mittelburgenland plus sieht also vielversprechend aus. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Entwicklung und die Stärkung der Gemeinschaft wird die Region nicht nur lebendiger, sondern auch attraktiver für alle, die hier leben und arbeiten. Jeder Schritt in diese Richtung ist ein Gewinn für die Menschen vor Ort.