In Oberpullendorf hat ein spannender Workshop mit dem Titel „REAL ME – empowered & resilient – the real me needs no filter“ stattgefunden. Die Veranstaltung, die an der PTS Oberpullendorf organisiert wurde, richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Fachbereiche Gesundheit, Schönheit & Soziales sowie Handel & Büro. Durchgeführt wurde das Ganze im Rahmen eines Bildungsprojekts von FEMININA – Frauengesundheit im Burgenland, in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Burgenland. Wirklich aufregend, oder?

Die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, sich mit einer brisanten Frage auseinanderzusetzen: Wie viel „echt“ steckt hinter den perfekt bearbeiteten Bildern, die wir auf Social Media sehen? In humorvollen Diskussionen und überraschenden Erkenntnissen wurde deutlich, dass zwischen Filtern, Beauty-Apps und den idealisierten Online-Auftritten oft große Unterschiede existieren. Ein klarer Aha-Moment für viele der Teilnehmer!

Wahre Schönheit und Selbstakzeptanz

Die zentrale Botschaft des Workshops war klar: Wahre Schönheit hat nichts mit den perfekten Bildern zu tun, die wir so oft in den sozialen Medien sehen. Stattdessen geht es um Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein. Im praktischen Teil des Workshops entstanden persönliche Collagen mit dem Titel REAL ME, die bunt, ehrlich und kreativ waren. Die Jugendlichen lernten, dass der beste Filter im Grunde genommen das Selbstvertrauen ist.

Ein interessanter Aspekt, der beim Workshop zur Sprache kam, ist die Rolle der sozialen Medien in der heutigen Gesellschaft. Rund 90 % der Menschen nutzen soziale Medien, wobei etwa die Hälfte aktiv und die andere Hälfte passiv konsumiert. Besonders beliebt sind Inhalte zu Mode und Schönheit. Dabei sehen mehr als die Hälfte der Teilnehmenden den Einfluss sozialer Medien auf Schönheitsideale und das eigene Selbstbild kritisch. Der Vergleich mit dem „perfekten Ich“ – weichgezeichnete Haut, voluminöse Lippen und so weiter – ist allgegenwärtig.

Einfluss und Verantwortung in den sozialen Medien

Es ist alarmierend, dass 68 % der Befragten glauben, soziale Medien würden die Bereitschaft für Schönheitsbehandlungen erhöhen. Jeder Dritte hat aus eigener Erfahrung von diesem Einfluss berichtet. Auch die Tatsache, dass 34 % aufgrund des Einflusses von Social Media eine Schönheitsoperation oder Behandlung in Betracht ziehen, ist bemerkenswert. Tägliche Wiederholungen und die Normalisierung bestimmter Eingriffe zeigen den starken Einfluss der Plattformen.

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Besonders bedenklich ist, dass 49 % der Befragten sich eine verantwortungsvollere Darstellung von Schönheitsbehandlungen in sozialen Medien wünschen. Nutzer:innen suchen nach transparenten Informationen und Orientierung, doch der Zugang zu verlässlichen, fachlich fundierten Informationen bleibt oft gering. Soziale Medien wirken als Verstärker bestehender Tendenzen, nicht als direkte Auslöser von Entscheidungen. Das Bewusstsein für verantwortungsvolle Kommunikation von Schönheitsthemen wächst, aber es gibt noch viel zu tun.

Der Workshop an der PTS Oberpullendorf war also nicht nur eine lehrreiche Erfahrung für die Jugendlichen, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung eines gesünderen Umgangs mit den eigenen Schönheitsidealen in einer von Social Media dominierten Welt. Die Erkenntnisse, die hier gewonnen wurden, könnten weitreichende Folgen für die Selbstwahrnehmung der Jugendlichen haben und vielleicht sogar einen kleinen Beitrag zu einer positiveren Darstellung von Schönheit in den sozialen Netzwerken leisten.