Heute ist der 4.06.2026, und in St. Gallen tut sich was. Ein geplanter Konsumraum an der Lagerstrasse 2/4, direkt hinter dem Bahnhof und in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule OST, sorgt für Aufregung. Die Stadt und die Polizei haben kürzlich eine Informationsveranstaltung organisiert, die auf reges Interesse stieß: Rund 50 Teilnehmer, darunter Stadträtin Sonja Lüthi und Vertreter der Stiftung Suchthilfe sowie der Stadtpolizei, waren vor Ort. Ziel der Veranstaltung? Die Ängste der Anwohner abzubauen und ein offenes Ohr für deren Sorgen zu haben.

In der Stadt sind Kokain, Kokainderivate, Heroin und Benzodiazepine die Hauptprobleme, Fentanyl hingegen bislang kein Thema. Das ist eine interessante Dynamik, die die Stadtverwaltung und die Polizei im Blick haben. Der geplante Konsumraum soll von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 14 Uhr geöffnet sein. Sicherheit im Außenbereich steht dabei an oberster Stelle; der Konsumraum soll keinen Aufenthaltsraum im Freien bieten. Das klingt nach einem durchdachten Konzept, das den Bedürfnissen der Suchtkranken gerecht werden soll.

Ein durchdachtes Konzept

Der Eingang zum Konsumraum wird im Garten hinter dem Gebäude sein. Interessanterweise wird der Raum selbst einen medizinischen Eindruck hinterlassen – also kein gemütliches Café-Feeling, sondern eine klare, nüchterne Atmosphäre. Klienten sollen nach dem Konsum schnell wieder in ihre gewohnten Umgebungen zurückkehren. Auch die Stadtpolizei plant, Präsenz zu zeigen und den Dialog zu suchen, um die Sicherheit rund um den Raum zu gewährleisten. Das klingt alles sehr verantwortungsvoll und gut durchdacht.

Konsumenten bringen ihre eigenen Substanzen mit, und der Raum wird Bereiche für Injektionen, Inhalation und Schnupfen bieten. Eine Hotline für Hinweise aus der Bevölkerung wird ebenfalls eingerichtet, um eine aktive Kommunikation zwischen den Bürgern und den Behörden zu ermöglichen. Es wird geschätzt, dass rund 50 Personen den Konsumraum nutzen könnten, und die Resonanz von Suchtkranken, die im „Blauer Engel im Katharinenhof“ über das Projekt informiert wurden, war positiv.

Ein langer Weg bis zur Eröffnung

Die Eröffnung des Konsumraums ist frühestens für Anfang 2027 geplant. Dabei hängt alles von Vorprojekten, der Finanzierung, dem Baugesuch und der Vorlage ans Stadtparlament ab. Ein langer Weg, aber vielleicht ein notwendiger Weg, um die Herausforderungen der Drogenproblematik in St. Gallen anzugehen.

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Es bleibt abzuwarten, wie das Konzept in der Praxis angenommen wird und ob es den gewünschten Effekt hat. Die Stadt hat sich viel vorgenommen, und die kommenden Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen greifen und die Sorgen der Anwohner tatsächlich gemindert werden können. Man kann nur hoffen, dass dieser Schritt in die richtige Richtung führt und ein wenig mehr Ordnung in die schwierige Thematik bringt.