Feuerwehren proben Traktorbrand im Wald – neues Löschsystem für schwer zugängliches Gelände
Im Bethleiten Graben in Deutschlandsberg wurde am Samstag, 24. Oktober 2026, der Ernstfall geprobt: Um 16:00 Uhr traten die Freiwilligen Feuerwehren Osterwitz und Trahütten zu einer gemeinsamen Einsatzübung an. Angenommen wurde ein Traktorbrand in einem Waldgebiet, bei dem die Flammen auf den Wald überzugreifen drohten.
Die FF Osterwitz übernahm die Sanitätsversorgung und bekämpfte den Brand am Traktor mit zwei C-Rohren. Die FF Trahütten sicherte den angrenzenden Wald mit einem B-Rohr und einem C-Rohr ab. Das Löschwasser kam über zwei Tragkraftspritzen aus dem Bethleiten Bach – ordentlich Arbeit, gerade dort, wo Wege und Gelände nicht unbedingt mitspielen.
Wasser aus dem Bach, Fahrzeuge vor Ort
Im Einsatz standen bei der FF Osterwitz ein TLFA 500, ein MTF und ein TSA. Die FF Trahütten war mit einem MTF und einem TSA beteiligt. Beobachtet wurde die Übung von ABI Andreas Herk.
Nach der gemeinsamen Übungsbesprechung ging es zum geselligen Ausklang in den Gasthof Koralpenblick der Familie Smolana. Die Bildnachweise stammen von Andreas Herk und HBI Franz Kügerl jun. Als Quelle wird der Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg genannt.
Traktor als mobile Löschstation
Wie sich Traktoren bei Wald- und Vegetationsbränden zusätzlich nutzen lassen, zeigt ein von Niko Linden vorgestelltes, traktorkompatibles Löschsystem. Der Experte für Gefahrguteinsätze und Vegetationsbrände reagiert damit auf zunehmende Trockenheit und Dürre sowie die steigende Brandgefahr – besonders in schwer zugänglichem Gelände.
Die Idee ist schlicht: Wo klassische Einsatzfahrzeuge nicht weiterkommen, soll ein entsprechend ausgerüsteter Traktor erste Löschmaßnahmen ermöglichen. Die Lösung basiert auf einem Standardtraktor mit Hochdrucksystem und Membranpumpe. Hinten sitzt der umgebaute Tank einer Feldspritze mit 1.000 Litern Fassungsvermögen; angetrieben wird die Membranpumpe über die 540er-Zapfwelle.
Vorne kommt ein Modul für die Fronthydraulik dazu. Darin arbeitet eine Hochdruckpumpe der Firma Kränzle, die bis zu 180 bar erzeugt. Eine Vario-Düse kann zwischen Flächen- und Punktstrahl wechseln. Mit dem Punktstrahl lassen sich Glutnester gezielt bekämpfen – genau jene kleinen, tückischen Stellen, die gern weiter vor sich hin schwelen.
Montiert werden kann der Aufbau an Schleppern mit einer Aufnahme der Kategorie 2. Spezielle Fahrzeuge oder zusätzliche Spezialtechnik sind dafür nicht nötig. Forstbetriebe erhalten damit eine weitere Möglichkeit, bei der Brandprävention mitzuwirken oder im Ernstfall rasch zu reagieren. Linden stellt das System den örtlichen Feuerwehren im Oberbergischen Kreis kostenlos zur Verfügung. Neben den Feuerwehren sollen auch weitere Akteure, darunter Forstleute, stärker in die Vegetationsbrandbekämpfung eingebunden werden.
Keine Auswertung der dritten Quelle möglich
Die zusätzlich angeführte PDF-Datei des Landesfeuerwehrverbands Salzburg enthält im übermittelten Inhalt keinen lesbaren Artikeltext, sondern einen komprimierten beziehungsweise binär codierten PDF-Datenstrom. Eine sachliche Zusammenfassung daraus ist daher nicht möglich.
