Mobilität neu denken: Frauental gestaltet die Zukunft für Seniorinnen und Senioren
Heute ist der 26.09.2026, und in Frauental hat sich einiges getan! Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche fand eine ganz besondere Veranstaltung statt, deren Ziel es war, Seniorinnen und Senioren die selbstständige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel näher zu bringen. Es war eine Gelegenheit, nicht nur Informationen zu sammeln, sondern auch die eigene Mobilität zu stärken. Der Sitzungssaal der Marktgemeinde war bis auf den letzten Platz gefüllt. Hier kamen die Teilnehmer zusammen, um sich über die neuesten Mobilitätsangebote zu informieren.
Unter den Anwesenden befanden sich der Obmann des Ausschusses für Verkehr und Umwelt, GR Andreas Vondrak, sowie Vizebürgermeister DI Robert Sackl und der Vorsitzende des Pensionistenverbandes, Gerhard Koch. Vizebürgermeister Sackl betonte, wie wichtig ein attraktives und sicheres öffentliches Verkehrsangebot für die ältere Generation ist. In Frauental setzt man auf nachhaltige Mobilität – schließlich ist die Gemeinde gut angebunden durch die Koralmbahn und die GKB. Auch die laufenden Investitionen in moderne Geh- und Radwege, wie in der Harterwaldsiedlung oder bei der E-Werkstraße, zeigen, dass man hier ernst macht.
Mobilität für Seniorinnen gestalten
Ein zusätzlicher Fokus lag auf der Gestaltung von Mobilität für Seniorinnen. Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig es ist, auf die veränderten Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen. Veränderungen im Mobilitätsverhalten sind nicht ungewöhnlich: Körperliche Einschränkungen, das Bedürfnis nach Sicherheit und neue Freizeitaktivitäten bringen oft eine Neubewertung der eigenen Mobilität mit sich. Hier spielt ein gezieltes Mobilitätsmanagement eine entscheidende Rolle. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um den öffentlichen Verkehr barrierefreier zu gestalten – Rampen, Aufzüge und seniorenfreundliche digitale Produkte sind nur einige Beispiele.
Besonders spannend war die Präsentation von Tamara Petschnigg vom Klimabündnis Steiermark, die die regionalen Bus-, Bahn- und Straßenbahnangebote vorstellte. Fragen zu Fahrplänen, Haltestellen, Tickets und Ermäßigungen wurden direkt beantwortet. Ein Highlight war die Vorstellung der BusBahnBim-App, mit der man ganz einfach Verbindungen per Smartphone planen kann. Solche digitalen Angebote können die Mobilität älterer Menschen enorm erleichtern und sorgen dafür, dass sie weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Schließlich ist es wichtig, dass die Mobilität auch in Lebensübergängen erhalten bleibt!
Die Bedeutung von Sicherheit und Teilhabe
Die Veranstaltung stärkt nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Selbstständigkeit und Mobilität älterer Menschen. Eine DLR-Studie mit dem Titel „Im Alter gut unterwegs“ hat gezeigt, dass eine inklusive Gestaltung von Verkehrsmitteln das Reiseerlebnis für alle verbessert. Wenn man bedenkt, dass bis 2040 fast 30% der Bevölkerung über 67 Jahre alt sein werden, ist es mehr als notwendig, Verkehrssysteme so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden.
Für viele Seniorinnen ist das Auto nach wie vor ein wichtiges Fortbewegungsmittel, doch die Nutzung von E-Bikes steigt – vor allem bei den 60- bis 70-Jährigen. Auch das zu Fuß gehen bleibt eine der häufigsten Fortbewegungsarten. Breite, beleuchtete Wege und häufige Sitzgelegenheiten sind dabei unerlässlich. Die Frage nach der Verkehrssicherheit und der objektiven sowie subjektiven Sicherheit im Fuß- und Radverkehr wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.
Die Herausforderung ist klar: Die Gestaltung neuer Mobilitätsangebote muss die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen. Die partizipative Umsetzung von Projekten, die Anregungen aus der lokalen Gemeinschaft einbezieht, kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Letztlich sollten alle Akteure – von der Gemeinde bis hin zu den Verkehrsbetrieben – zusammenarbeiten, um altersgerechte Mobilitätslösungen zu entwickeln, die den Alltag der Seniorinnen erleichtern und ihre soziale Teilhabe fördern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Mobilitätslandschaft in Frauental und darüber hinaus weiterentwickeln wird!
