Winterliche Straßen sicher befahren: So bereiten Sie Ihr Fahrzeug richtig vor
Heute ist der 7.10.2026 und während die ersten bunten Blätter von den Bäumen fallen, wird es Zeit, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Der ARBÖ hat in Oberpullendorf daran erinnert, dass die Wintervorbereitung für Fahrzeuge nicht vernachlässigt werden sollte. In Österreich gilt vom 1. November bis 15. April die situative Winterausrüstungspflicht. Das bedeutet, dass man nicht nur darauf achten sollte, Winterreifen zu haben, sondern auch die richtige Ausrüstung dabei zu haben.
Winterreifen sind in Österreich Pflicht, wenn Schnee, Schneematsch oder Eis auf den Straßen liegen. Das betrifft Pkw und leichte Lkw bis 3,5 Tonnen, die auf allen Rädern mit Winterreifen ausgestattet sein müssen. Für Fahrten in höher gelegene Regionen empfiehlt es sich, Schneeketten mitzuführen. Diese müssen dann auch verwendet werden, wenn Verkehrszeichen dies vorschreiben. Ein kleiner Tipp von ARBÖ-Experte Wolfgang Stangl: Wartet nicht bis zum ersten Schneefall, denn dann sind die Werkstätten oft überlastet. Besser jetzt schon die Reifen checken!
Der richtige Reifenstatus
Ein wichtiger Punkt, den viele Autofahrer vielleicht nicht auf dem Schirm haben, ist der Zustand der Reifen. Es reicht nicht aus, nur die gesetzliche Mindestprofiltiefe zu beachten, die für Winterreifen bei 4 mm für Radialreifen und 5 mm für Diagonalreifen liegt. Auch Risse, Schäden, Beulen und ungleichmäßiger Abrieb sollten unbedingt überprüft werden. Schließlich kann das Fahren auf nassen Fahrbahnen bei sinkenden Temperaturen schnell zu Blitzeis führen – und das will ja wirklich niemand erleben.
In anderen europäischen Ländern sieht die Regelung zur Winterausrüstung ganz unterschiedlich aus. In Deutschland beispielsweise sind Winterreifen und Schneeketten bei Glatteis, Schneeglätte oder Eisglätte Pflicht. Das ist ein wenig strenger als hierzulande. Auch in Frankreich gibt es spezielle Vorschriften für bestimmte Gebirgsregionen, wo Winterreifen und Schneeketten vorgeschrieben sind. Hier ist es ratsam, sich vor der Fahrt über die jeweiligen Vorschriften zu informieren, um Bußgelder zu vermeiden.
Auf die Geschwindigkeit achten
Und während wir über Winterreifen sprechen, sollte man auch die Geschwindigkeit nicht aus den Augen verlieren. Zu hohes Tempo im Winter kann gefährlich sein. Das gilt nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern. In Estland beispielsweise müssen Fahrer bei winterlichen Bedingungen auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h achten. Wer also noch im Kopf hat, dass das Fahren im Winter kein Problem ist, sollte sich vielleicht noch einmal über die Sicherheitsaspekte Gedanken machen.
Die Winterausrüstung ist ein wichtiges Thema, das nicht unterschätzt werden sollte. Wer sich rechtzeitig um seine Reifen kümmert und die passende Ausrüstung dabei hat, kann sicher durch die kalte Jahreszeit kommen. Also, liebe Autofahrer, denkt daran: Sicherheit geht vor! Und vielleicht genießt man ja auch die winterlichen Landschaften, die sich hinter dem Steuer entfalten – wenn man gut vorbereitet ist. Bis bald auf den Straßen Österreichs!
