In der Zeit vom 17. bis 22. Mai 2026 fand die Digitalisierungswoche der HLW Steyr in Berlin statt. Aus den Klassen 3BDD und 4BDD nahmen Schüler:innen unter der Leitung von Doris Zauner und Bernhard Großschartner an diesem spannenden Event teil. Die Hauptstadt Deutschlands bot eine perfekte Kulisse für die Erkundung von Medien, Digitalisierung und moderner Kommunikation. Die Teilnehmer:innen hatten die Möglichkeit, in verschiedene Aspekte der digitalen Welt einzutauchen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die sie mit nach Hause bringen konnten.
Ein Highlight der Woche war der Besuch eines Filmstudios, wo die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Fernsehproduktion erhielten. Sie konnten beobachten, wie TV-Shows und Filme geplant und umgesetzt werden – das war für viele eine ganz neue Welt! Aber damit nicht genug: Auch das Futurium, ein Ort für interaktive Einblicke in zukünftige Technologien, stand auf dem Programm. Die Fahrt auf den Berliner Fernsehturm bot eine beeindruckende VR- und AR-Experience, die die Teilnehmer:innen in die digitale Zukunft entführte.
Geschichte und Unterhaltung
Natürlich durfte auch ein historischer Blick nicht fehlen. Im Mauermuseum erhielten die Schüler:innen faszinierende Einblicke in die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. Es ist eine der Geschichten, die auch heute noch nachhallen. Und um die kulturelle Vielfalt Berlins zu genießen, besuchten die Gruppen eine Comedy-Show – für die nötige Unterhaltung war also gesorgt.
Zurück im Hier und Jetzt, haben die Schüler:innen auch aktiv mitgewirkt. In Kleingruppen produzierten sie eigene Videos und übernahmen dabei die Planung, den Dreh und den Schnitt. Diese praktischen Medienprojekte waren ein zentraler Bestandteil der Reise und gaben einen spannenden Einblick in die Welt der Medienproduktion.
Künstliche Intelligenz und Bildung
Doch nicht nur während der Digitalisierungswoche war das Thema Medien und Digitalisierung präsent. Auch im weiteren Kontext wird die Auseinandersetzung mit modernen Technologien immer wichtiger. Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) hat sich von dystopischen Vorstellungen hin zu einer Diskussion über Werte gewandelt. Es gibt zwar universelle Werte, die anerkannt sind, doch die Frage, welche Werte in KI integriert werden sollten, bleibt offen. Die Dominanz bestimmter Gruppen in den Trainingsdaten kann zu Verzerrungen in den KI-Antworten führen, was in der Bildungspolitik zunehmend Beachtung findet.
Die Verantwortung für die Auswirkungen von KI liegt bei den Entwicklern und Managern, die solche Systeme freigeben. Daher ist es entscheidend, dass Bildungspolitik darauf abzielt, Menschen zu befähigen, kritisch mit KI umzugehen. Vorschläge zur Nutzung von KI im Bildungsbereich beinhalten die Analyse von Logik und Stil, um kritisches Denken zu fördern. Die Lernfähigkeit von KI-Systemen wird als hoch angesehen, doch sie haben kein Bewusstsein – sie simulieren nur Sprache.
Digitale Bildungsinfrastrukturen
Ein länderübergreifendes Vorhaben zur Verbesserung des Lernmanagementsystems itslearning in mehreren deutschen Bundesländern zeigt, wie wichtig die Investition in digitale Bildungsinfrastrukturen ist. Sechs Teilprojekte zielen darauf ab, die Nutzererfahrung zu verbessern und die digitale Zusammenarbeit zu fördern. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung einer barrierefreien App sowie die Einführung eines zentralen Speicherorts für Schülerdaten. Die Federführung liegt bei Bremen, und die ersten Schritte beinhalten eine juristische Machbarkeitsstudie.
Die Digitalisierungswoche in Berlin war also nicht nur eine Reise in die Hauptstadt, sondern auch ein Schritt in die digitale Zukunft, die uns alle betrifft. Die Eindrücke und Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler gesammelt haben, werden sie sicherlich auf ihrem weiteren Weg begleiten. Wer weiß, vielleicht finden wir in Zukunft den ein oder anderen Absolventen aus Steyr in der Medienbranche wieder, inspiriert von dieser außergewöhnlichen Woche!
