In Feldkirchen tut sich etwas! Ein neues Primärversorgungszentrum (PVZ) wird in der 10.-Oktober-Straße 1 auf dem ehemaligen Eisen-Klaus-Areal entstehen. Der Konvent der Barmherzigen Brüder St. Veit wird den Betrieb übernehmen und plant die Eröffnung für Oktober 2027. Auf rund 440 Quadratmetern sollen hier moderne, wohnortnahe Gesundheitsdienstleistungen angeboten werden. Die Idee dahinter? Eine bessere und vor allem zugängliche Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung.

Der Zuschlag für den Betrieb wurde bereits im Dezember 2025 vergeben. Doch bis zur Eröffnung sind noch einige Schritte nötig: Vertragsabschlüsse und diverse Behördenverfahren stehen noch aus. Aber die Planungen laufen auf Hochtouren. Geplant sind Öffnungszeiten, die sich sehen lassen können: Montag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 21 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr, insgesamt also 45 Stunden pro Woche. Da wird mancher Arzt neidisch!

Das Team und die Ausstattung

Ein Kernteam aus zwei Stellen für Allgemein- und Familienmedizin, zwei für diplomiertes Pflegepersonal und drei für Ordinationsassistenz steht bereit. Außerdem soll das erweiterte Team aus Fachkräften für Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Diätologie und einer Hebamme bestehen. Damit wird eine umfassende Versorgung gewährleistet, die den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht wird.

Die Finanzierung ist ebenfalls gesichert. Der Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) stellt eine Anschubfinanzierung von 180.000 Euro zur Verfügung, und auch EU-Fördermittel werden genutzt. Der laufende Betrieb wird durch die Sozialversicherung, das Land Kärnten und den KGF finanziert. Es ist also eine solide Grundlage für die zukünftige Gesundheitsversorgung geschaffen.

Ein Blick über den Tellerrand

Doch Feldkirchen ist nicht allein. Der Ausbau der Primärversorgung in Kärnten nimmt insgesamt Fahrt auf. So wurden bereits Verträge für mehrere Primärversorgungseinheiten (PVE) in Villach, Wolfsberg, Spittal und Bleiburg abgeschlossen. Diese Einheiten sollen ebenfalls wohnortnahe, multiprofessionelle Gesundheitszentren mit erweiterten Öffnungszeiten bieten – und das nicht zu knapp, mit insgesamt bis zu 65 Wochenstunden (außer in Bleiburg, wo es 60 Stunden sind). Die Eröffnungen sind für das nächste Jahr geplant, Spittal und Bleiburg sollen bereits im Oktober 2026 ihre Türen öffnen.

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Die PVE in Villach wird am Standort des ehemaligen Autohauses Petschnig neu errichtet, während in Wolfsberg das ehemalige ADEG-Gebäude generalsaniert wird. Diese Standorte tragen dazu bei, die Gesundheitsversorgung in Kärnten weiter zu verbessern und den Menschen vor Ort ein breites Spektrum an medizinischen Dienstleistungen anzubieten.

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Hinter all diesen Entwicklungen steht der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG), der von Bund, Ländern und Sozialversicherung beschlossen wurde. Ziel ist es, österreichweit gleiche Versorgungsstandards zu erreichen und die Gesundheitsversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar zu machen. Der ÖSG bildet die Grundlage für regionale Strukturpläne, die etwa die ambulante und akutstationäre Versorgung betreffen. Es wird also nicht nur in Feldkirchen, sondern in ganz Kärnten an einer besseren Gesundheitsversorgung gearbeitet.

Die Pläne reichen bis 2030, und es sind bis zu zehn zusätzliche PVE in Kärnten vorgesehen. Es bleibt spannend, wie sich die Gesundheitslandschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Menschen dürfen sich auf eine moderne, patientenzentrierte Versorgung freuen, die ihren Bedürfnissen gerecht werden soll.