Heute ist der 26.09.2026 und in Gänserndorf brodelt es. Ein Thema beschäftigt die Menschen hier ganz besonders: die geplanten Schließungen von Notarztstützpunkten. Vertreter aus verschiedenen Gemeinden und Regionen haben sich versammelt, um über diese brisante Angelegenheit zu diskutieren. Sven Hergovich, der Landesrat und SPÖ Landesparteivorsitzende, warnt eindringlich vor den Folgen dieser Maßnahmen. Er betont, dass vor jeder Schließung unbedingt Ersatzmaßnahmen bereitstehen müssen. Sonst könnte es im Notfall schnell eng werden – und das möchte niemand, oder?

Besonders betroffen ist der Bezirk Gänserndorf, wo die Bedenken sehr groß sind. Bürgermeisterin Obereigner-Sivec und Stadtrat Gerhard Baumann sind ebenfalls anwesend und machen deutlich, dass ihre Anliegen ernst genommen werden müssen. „Wir wollen eine verlässliche Gesundheitsversorgung, ohne dass wir im Notfall um unser Leben bangen müssen“, so die klare Botschaft der beiden. Es geht hier nicht bloß um Zahlen oder Statistiken, sondern um das Wohl der Menschen – und das spürt man in jedem Wort.

Notarztstützpunkte im Umbruch

Die Reform des NÖ Rettungswesens, die am 1. April 2027 in Kraft treten soll, sieht vor, dass gleich elf von insgesamt 32 Notarztstützpunkten umgestellt werden. Diese werden durch Notfallsanitäter-Teams ersetzt. Eine Entscheidung, die nicht ohne Widerstand bleibt. Hergovich und sein Kollege, SPÖ-Klubobmann Rene Zonschits, kritisieren die Schließungen als nicht verantwortbar. In einer Sitzung des Gesundheitsausschusses am 7. September 2026 wurde die Reform offiziell bestätigt, und Vertreter des Roten Kreuzes, Samariterbundes und Notruf Niederösterreich waren ebenfalls anwesend. Ein Zeichen, dass das Thema viele bewegt.

Die Schließungen betreffen nicht nur Gänserndorf, sondern auch andere Bezirke wie Neunkirchen, Zwettl und Bruck. Die Standorte in Aspang, Groß-Enzersdorf, Hainburg und vielen anderen Orten sollen in Rettungswagenstützpunkte umgewandelt werden. Das bedeutet, dass Notärzte nicht mehr permanent vor Ort sind, sondern nur bei Bedarf alarmiert werden. Ein System, das zwar modern klingt, aber auch viele Fragen aufwirft.

Die Sorgen der Bürger

Die Skepsis gegenüber der Abhängigkeit von Flugrettung und Tele-Notarzt ist groß. Gerade im ländlichen Raum befürchten die Menschen längere Anfahrtswege. Wenn der nächste Notarzt nicht schnell genug zur Stelle ist, kann das fatale Folgen haben. Notarzt Tarik Farahat bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen verlässliche Strukturen, besonders in den ländlichen Regionen.“ Und das ist eine berechtigte Sorge. Die geplanten Maßnahmen, wie ein ausgebautes First-Responder-System und die Erweiterung der Acute Community Nurses, sind noch im Aufbau und werden erst 2028 vollständig umgesetzt.

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Ein weiteres heißes Thema ist die Versorgungssicherheit. Die SPÖ NÖ schlägt ein Ampelsystem vor, um den Zustand der Gesundheitsversorgung zu bewerten. Rot bedeutet, dass die Grundlagen für die Schließungen fehlen, gelb steht für eine Übergangsphase, und grün zeigt, dass die neuen Systeme funktionieren. Aktuell wird die Versorgungslage in Niederösterreich mit Rot eingestuft – und das gibt zu denken. Hergovich und Nationalratsabgeordneter Alois Schroll fordern, dass keine weiteren Notarztstandorte geschlossen werden, solange nicht klar ist, dass die neuen Systeme auch tatsächlich greifen.

Die Diskussion ist also eröffnet, und die Menschen in Gänserndorf hoffen auf eine Lösung, die nicht nur auf dem Papier gut aussieht. Schließlich geht es um ihre Gesundheit und Sicherheit – und das sollte immer an erster Stelle stehen.