In Gänserndorf ist die Winterkrone im Fußball vorerst ein Stück weiter weg für Strasshof. Die Mannschaft verlor in Obersdorf mit 1:4 und kann die Wintermeisterschaft damit nicht mehr gewinnen. Die Konkurrenz erledigte ihre Aufgaben, Gänserndorf-Süd bleibt Tabellenführer.

Weniger erfreulich, aber zumindest mit einem Erfolgserlebnis für den Gegner, verlief das Spiel Angern gegen Weikendorf. Weikendorf setzte sich auswärts mit 3:1 durch und gab dadurch die Rote Laterne ab. Dabei legte Angern den besseren Start hin: Alexander Götz traf in der dritten Minute zum 1:0.

Elfmeter sorgen für Ärger

Der Ausgleich fiel nach einem Strafstoß, den Angerns Trainer Christian Ratschka als „sehr lächerlich“ bezeichnete. Samuel Soltane verwertete für Weikendorf. Angern musste außerdem Alexander Rabl verletzungsbedingt auswechseln. Daniel Danilovic sah wegen Kritik zunächst Gelb, anschließend Gelb-Rot.

Auch der nächste Elfmeter sorgte bei den Gastgebern für Unverständnis. Ratschka bewertete ihn als unberechtigt, Soltane ließ sich davon nicht beeindrucken und stellte auf 1:2 für Weikendorf. Am Ende ging die Partie mit 1:3 an die Gäste.

Strasshof fährt auch abseits des Fußballs vor

Während Strasshof im Fußball den Kampf um die Winterkrone abhaken muss, gab es für die Gemeinde an anderer Stelle Grund zur Freude: Strasshof an der Nordbahn wurde als „Aufsteiger des Jahres 2026“ der niederösterreichischen Radhauptstadt-Zertifizierung ausgezeichnet. Im Vergleich zur vorherigen Bewertung machte die Gemeinde den größten Fortschritt.

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Als Preis erhält Strasshof zwei Teststationen des Fahrradverleihsystems nextbike NÖ. Sie sollen 2027 eingesetzt werden. Ausgezeichnet wurden bei einem Festakt in der HYPO-NOE-Zentrale insgesamt 37 niederösterreichische Städte und Gemeinden für Fortschritte im Radverkehr.

Bewertet wurde nach einem einheitlichen Punktesystem. Auf dem Prüfstand standen Radverkehrsinfrastruktur, Planung, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Auch Fahrradstraßen, E-Bike-Ladestationen und Radservicestationen flossen in die Bewertung ein.

St. Pölten holte erstmals den Landessieg – mit vier Sternen und 75,7 Punkten. Die fünf Regionssieger heißen Wiener Neudorf, St. Valentin, Horn sowie Korneuburg und Stockerau, die gemeinsam als Sieger im Weinviertel hervorgingen.

Was sich in den teilnehmenden Gemeinden getan hat, lässt sich auch in Zahlen ablesen: Rund 30 Kilometer neue Radfahranlagen wurden errichtet, sechs Kilometer Einbahnen für den Radverkehr geöffnet und etwa 1.500 neue Radabstellplätze geschaffen. Die nächste Runde der Radhauptstadt-Zertifizierung ist für 2028 geplant.

So lief die Zertifizierung 2026

Gestartet ist die Zertifizierung zur „Radhauptstadt“ am 1. Mai 2026. Die Befragung lief von Anfang Mai bis Ende Juli 2026. Durchgeführt wurde sie von Mobilitätsmanagerinnen und -managern des Mobilitätsmanagements Niederösterreich der NÖ.Regional gemeinsam mit den zuständigen Gemeindevertreterinnen und -vertretern.

Zur Vorbereitung erhielten die Gemeinden eine PDF-Version des Fragebogens. Zusätzlich wurde ein Datenblatt mit GIP-Auswertungen zur Verkehrsinfrastruktur der jeweiligen Gemeinde übermittelt. Wegen der Umstellung und Modernisierung im Projekt „GIP 2.0“ waren diese Auswertungen erst im Laufe des Sommers 2026 verfügbar. Die GIP-Daten stellte die Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten des Landes Niederösterreich bereit.

Bis Ende August 2026 wurden die eingereichten Daten kontrolliert und bewertet. Alle zertifizierten Städte und Gemeinden werden bei einer Auszeichnungsfeier geehrt. Außerdem erhalten sämtliche teilnehmenden Städte und Gemeinden einen individuellen Abschlussbericht – mit einer Dokumentation der bereits umgesetzten Aktivitäten und Verbesserungsvorschlägen zur weiteren Förderung des Radverkehrs.