Wenn Feuerwehr und Klinik zusammen brennen: Gemeinsam stark im Ernstfall
Heute ist der 20. Oktober 2026, und in Bad Pirawarth herrscht ein reges Treiben. Rund 80 Feuerwehrleute aus neun Feuerwehren sind hier versammelt, um an einer groß angelegten Übung teilzunehmen. Das Szenario ist dramatisch: Ein Brand im vierten Stock der Klinik Pirawarth, künstlicher Rauch wabert durch die Flure, und vermeintlich verletzte Patienten liegen hilflos da. Doch keine Panik – alles ist Teil eines Plans, der darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Klinikpersonal zu verbessern.
Die Übung wird durch das Realistik-Team des Roten Kreuzes Gänserndorf unterstützt, das für die realistischen Bedingungen sorgt. Statistinnen und Statisten sind mit Brandverletzungen geschminkt und tragen verrußte Kleidung. Das sorgt für eine authentische Atmosphäre, die die Einsatzkräfte auf die Probe stellt. Externe Übungsbeobachter sind ebenfalls vor Ort, um die Abläufe zu dokumentieren und Schwachstellen zu identifizieren. Nach der Übung folgt eine Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Bad Pirawarth, wo die Erfahrungen ausgetauscht und analysiert werden.
Ein wichtiger Schritt für die Patientensicherheit
Klinikgeschäftsführer Thomas Mayrandl hebt hervor, wie wichtig die Patientensicherheit in solchen Situationen ist. „Wir müssen vorbereitet sein“, sagt er, und das Training ist ein Schritt in die richtige Richtung. Feuerwehrkommandant Christoph Epp betont ebenfalls den Wert dieser gemeinsamen Übungen. „Das gemeinsame Training stärkt das Teamwork und die Effizienz im Ernstfall“, meint er. So wird nicht nur die Reaktionsfähigkeit getestet, sondern auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen. Wenn’s drauf ankommt, muss alles reibungslos laufen, und solche Übungen sind dafür unerlässlich.
Die Veranstaltung ist nicht nur eine einmalige Übung, sondern Teil einer größeren Initiative. Es geht darum, die Einsatzbereitschaft der Rettungs- und Einsatzkräfte zu erhöhen und das Krisenmanagement zu stärken. Auch die technischen Fähigkeiten werden geschult – schließlich kann im Ernstfall jede Sekunde zählen. Die Realitätsnähe der Szenarien, von Brand über Arbeitsunfälle bis hin zu Naturkatastrophen, sorgt dafür, dass sich die Einsatzkräfte in einem sicheren Rahmen ausprobieren können.
So wird auch die Kommunikation zwischen den Organisationen intensiviert. Die Ausrückeordnung, die Organisation am Einsatzort und die Führungsstrukturen werden unter die Lupe genommen. Nach jeder Übung steht die Nachbesprechung an, in der die Abläufe analysiert und Verbesserungspotenziale identifiziert werden. Das Ziel ist klar: Stärkung des Teamworks und Förderung eines effektiven Krisenmanagements – und das ist in Zeiten, in denen immer mehr Herausforderungen auf die Rettungskräfte zukommen, wichtiger denn je.
