Vorsorge für den Ernstfall: Gänserndorfs Weg zur Blackout-Resilienz
Heute ist der 25.09.2026 und in Gänserndorf dreht sich vieles um ein Thema, das uns alle betrifft: die Vorbereitung auf mögliche Blackouts. Die Gefahr eines großflächigen Stromausfalls wird immer wahrscheinlicher. Das zeigen nicht nur die aktuellen Entwicklungen, sondern auch die Empfehlungen von Experten. Monika und Larry Busch aus Silberwald sind da ein gutes Beispiel. Sie haben nicht nur über das Thema nachgedacht, sondern auch ganz konkret gehandelt.
Monika Busch ist überzeugt, dass Eigeninitiative der Schlüssel ist. Man kann sich nicht immer auf den Staat verlassen, wenn es um die persönliche Sicherheit geht. Daher haben die Buschs bereits vorgesorgt. Sie haben eine Photovoltaikanlage mit Blackoutbox und Speicher installiert, um im Notfall unabhängig von externen Stromquellen zu sein. Ein eigener Gemüsegarten versorgt sie mit frischen Lebensmitteln, und ein Brunnen sorgt für die Wasserversorgung. Außerdem haben sie einen Gasherd mit Gasflaschen für die Zubereitung warmer Speisen. „Wenn’s wirklich hart auf hart kommt, sind wir bestens gerüstet“, sagt Monika mit einem gewissen Stolz. Und das ist auch gut so, denn die Experten warnen: Ein Blackout kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden zu einer ernsthaften Versorgungskrise führen.
Vorbereitung auf Krisen
Die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts steigt, nicht zuletzt durch die zunehmende Volatilität in den Stromnetzen, die durch den Aufschwung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Windenergie verursacht wird. In Österreich haben wir zwar eine gut ausgebaute Netzinfrastruktur und moderne Überwachungssysteme, doch ein Versagen kann auch hier nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es ist also ratsam, sich rechtzeitig mit dem Thema Krisenvorbereitung auseinanderzusetzen.
Die Buschs sind nicht die Einzigen, die sich auf mögliche Krisenszenarien vorbereiten. Der Ratgeber über Blackouts gibt wichtige Tipps zur Vorbereitung. Dazu gehört, Vorräte an Wasser und Lebensmitteln für mindestens 14 Tage anzulegen – das ist nicht nur für die Buschs relevant, sondern für jeden von uns. Experten empfehlen mindestens zwei Liter Wasser pro Person und Tag und eine Auswahl an haltbaren Lebensmitteln. Auch alternative Wärmequellen, wie beispielsweise Wolldecken und Notfallkocher, sollten bereitstehen.
Die ersten Schritte bei einem Blackout
Was passiert eigentlich, wenn der Strom ausfällt? Die ersten Stunden sind oft die kritischsten. Mobilfunknetze überlasten sich, Geldautomaten funktionieren nicht mehr, und die Menschen neigen zu Hamsterkäufen. Nach 24 Stunden bricht die Wasserversorgung in Hochlagen zusammen, und wenn es länger als 72 Stunden dauert, können soziale Spannungen auftreten. Die Auswirkungen sind also weitreichend. Daher ist es besonders wichtig, einen Kommunikationsplan zu haben und sich mit den Nachbarn abzusprechen.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten wir auch an die eigene Sicherheit denken. Ein Batterieradio, eine Powerstation und ein Vorrat an Bargeld können im Ernstfall Gold wert sein. Und vergessen wir nicht die Notfall-Apotheke – persönliche Medikamente dürfen nicht fehlen. Denn in einer Krisensituation ist es besser, zuhause zu bleiben, es sei denn, es gibt einen konkreten Evakuierungsbefehl.
Die Buschs haben uns gezeigt, dass es möglich ist, sich auf das Unvorhersehbare vorzubereiten. Man muss nur den ersten Schritt wagen. Und während wir hier in Gänserndorf über solche Szenarien nachdenken, bleibt zu hoffen, dass wir nie in die Lage kommen, sie auch aus eigener Erfahrung kennenzulernen.
