Ehrenamt in Gmünd: Das Herzstück nachbarschaftlicher Solidarität
Heute ist der 21.10.2026 und die Stadt Gmünd in Niederösterreich zeigt einmal mehr, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für das Miteinander ist. In einer jüngsten Umfrage sind 95 Prozent der Befragten überzeugt, dass das Ehrenamt in der Gemeinde eine zentrale Rolle spielt. Das zeigt, dass die Menschen hier nicht nur miteinander leben, sondern auch füreinander da sind. Zwei Drittel der Niederösterreicher fühlen sich mit ihrer Nachbarschaft verbunden und 62 Prozent betrachten ihre Nachbarn sogar als Freunde. Das schafft ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Man kann sagen, die nachbarschaftlichen Beziehungen sind das Herzstück des Zusammenlebens – und das merkt man in Gmünd ganz besonders.
Ein ganz besonderes Beispiel für dieses Engagement ist Silvia Weiß. Seit 2018 ist sie aktiv beim Verein Hospiz Waldviertel Gmünd und hat seit 2021 die Obfrau. Der Verein feierte erst im letzten Jahr sein 25-jähriges Bestehen und hat sich der wichtigen Aufgabe verschrieben, Menschen am Ende ihres Lebens sowie deren Angehörige zu unterstützen und zu begleiten. Die Hospizarbeit bietet nicht nur Gesellschaft, sondern auch die Möglichkeit, über Ängste, Wünsche und Erinnerungen zu sprechen – etwas, das für die Betroffenen und deren Familien von unschätzbarem Wert ist.
Wichtige Rolle der Ehrenamtlichen
Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur für die Hospizarbeit von großer Bedeutung, sondern auch für die gesamte Pflege. Der Bedarf an Pflegekräften und Ehrenamtlichen wächst stetig, und die Pflegeversicherung unterstützt bürgerschaftliches Engagement in der Pflege. Hier ist es wichtig, dass sich Menschen in ihrer Freizeit engagieren, sei es in Form von kleinen Hilfeleistungen oder durch aktive Begleitung. Im Hospiz verbringen schwerstkranke Menschen ihre letzten Lebensphasen, und die Unterstützung durch Ehrenamtliche kann dabei entscheidend sein. Diese arbeiten oft an vorderster Front, sei es bei der Essenszubereitung oder am Empfang, und haben direkten Kontakt zu den Betroffenen und deren Angehörigen.
Es ist erstaunlich, wie viel Freude und Erfüllung das Ehrenamt bringen kann. Wer sich engagiert, sollte mindestens 3-4 Stunden pro Woche einplanen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen von den persönlichen Interessen und Begabungen ab. Interessierte können sich einfach per E-Mail oder Telefon melden und bekommen alle Informationen, die sie brauchen. Man muss nicht gleich alles wissen – ein Kennenlerngespräch kann oft schon der erste Schritt sein.
Die Zukunft des Ehrenamts
Die Einbindung von ehrenamtlich aktiven Bürgern in lokale Versorgungsnetze wird immer wichtiger. So entstehen zum Beispiel Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz oder Entlastungsangebote für Pflegepersonen. Die Zusammenarbeit mit Pflegestützpunkten sorgt dafür, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Und das Schöne ist: Jeder kann mitmachen, sich qualifizieren und durch Schulungen in Pflegeeinrichtungen einbringen. Es gibt sogar kostenlose Pflegekurse, die von den Pflegekassen angeboten werden. Das zeigt, dass das Ehrenamt nicht nur eine Herzensangelegenheit ist, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für die Gesellschaft darstellt.
In Gmünd wird das Ehrenamt lebendig gehalten, und das ist ein Grund, stolz zu sein. Die Menschen hier verstehen, dass man gemeinsam stärker ist und dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann – sei es durch kleine Gesten oder durch größere Engagements. Der Verein Hospiz Waldviertel Gmünd und viele andere Initiativen zeigen, wie wertvoll das Ehrenamt für unsere Gemeinschaft ist.
