Kanzler Stockers Blick hinter die Kulissen der Metallgießerei: Tradition trifft Innovation in Litschau
Gestern war ein ganz besonderer Tag in Litschau. Bundeskanzler Christian Stocker stattete der Metallgießerei Schösswender einen Besuch ab. Der 7. Oktober 2026 war nicht nur ein beliebiger Montag – es war der Tag, an dem der Kanzler im Rahmen des Formats „WKO vor Ort“ Einblicke in die Welt der Metallverarbeitung erhielt. Organisiert von der Wirtschaftskammer Gmünd, war es eine Gelegenheit, die dynamische Branche und ihre Herausforderungen zu beleuchten.
Der Geschäftsführer Johann Süß führte die Unternehmer durch den Betrieb und ließ sie hinter die Kulissen blicken. Schösswender, seit 1977 im Geschäft, hat sich auf die Produktion von Aluminium- und Messinggussteilen spezialisiert. Dabei setzt das Unternehmen auf moderne Gießerei- und CNC-Technologien. Diese Innovationen sind entscheidend, um einbaufertige Komponenten für verschiedene Industrien zu produzieren, darunter auch die Bahnindustrie und den Maschinenbau. Ein echter Blickfang, sozusagen.
Wirtschaftliche Herausforderungen und Perspektiven
Während des Besuchs setzte sich Stocker intensiv mit den anwesenden Unternehmern auseinander. Die Gespräche drehten sich um die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, die die Branche betreffen. Doris Schreiber, die Bezirksstellenobfrau der WK, brachte es auf den Punkt: Starke regionale Betriebe sind für die Schaffung von Arbeitsplätzen, Innovation und Wertschöpfung im Waldviertel unerlässlich. Es geht hier nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen und deren Zukunft.
Doch die Metallgießerei ist mehr als nur eine Produktionsstätte. Unternehmen wie Schösswender und Adjatech, die in der Umgebung ebenfalls tätig sind, kombinieren moderne Technologien mit jahrzehntelanger Erfahrung. Adjatech ist auf den Guss von Aluminium, Bronze und Messing spezialisiert und nutzt dabei sowohl Sandguss- als auch Kokillengussverfahren. Hier kommen präzise technische Gussteile heraus, die den hohen Anforderungen der Industrie gerecht werden.
Innovationen in der Gießerei-Industrie
Die Gießerei-Industrie in Österreich, die rund 70 Betriebe umfasst, ist ein wichtiger Pfeiler für die Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie. Hierbei wird nicht nur auf traditionelle Verfahren gesetzt, sondern auch auf innovative Technologien. Automatisierung und digitale Prozesse finden zunehmend Einzug. Immer mehr Unternehmen nutzen KI zur Qualitätskontrolle, während 3D-Druckverfahren die Entwicklung neuer Bauteile beschleunigen. Das ist schon ziemlich aufregend, wenn man darüber nachdenkt!
Aber es gibt auch Herausforderungen. Steigende Energiekosten und strenge Umweltauflagen setzen den Gießereien zu. Der Fachkräftemangel ist spürbar, und viele Unternehmen suchen nach Lösungen. Ausbildungsprogramme und Kooperationen mit Hochschulen sind notwendig, um die nötigen Fachkräfte zu sichern. Das Österreichische Gießereiinstitut spielt hierbei eine zentrale Rolle. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt die Branche optimistisch und setzt auf ressourcenschonende Herstellungsverfahren, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Alles in allem war der Besuch von Christian Stocker bei Schösswender nicht nur eine politische Geste, sondern ein Zeichen für die Wertschätzung regionaler Betriebe. Diese tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität in Österreich bei und zeigen, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.
